Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch (SPD) übergab Kitaleiterin Heike Werum für die Kita „An den Lehmgruben“ einen zweiten „Bienenroboter“ (BeeBot) samt Bodenmatte. Foto: Claudia Röhrich

FINTHEN – Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch (SPD) überreichte vor kurzem Kitaleiterin Heike Werum und ihrer Stellvertreterin, Monica Oliveira für die Finther Kita „An den Lehmgruben“ einen zweiten „Bienenroboter“ (Bee-Bot) samt Bodenmatte. Bienenroboter verbinden das Thema sprachliche und digitale Bildung auf spielerische Weise. Die im Frühjahr 2022 vorbereitenden Mittel der Landeshauptstadt Mainz machen es durchführbar, dass alle Mainzer Kitas zwei Bee-Bot erhalten. Die Kita hat zurzeit 96 Ganztagsplätze: das Alter der Kinder: acht Wochen bis sechs Jahre.

Je früher sich Kinder mit der Logik des Programmierens befassen, desto einfacher baut sich das entsprechende Verständnis auf. Auf diese Weise werden auch das räumliche Denken und das mathematische Verständnis hervorragend geschult.

Ein Bee-Bot ist ein kleiner Lernroboter im Design einer schwarz-gelben Biene, der sich auf Rädchen fortbewegt. Mit insgesamt sieben bunten Funktionstasten, die direkt auf dem Bee-Bot angebracht sind, kann der „Bienenroboter“ programmiert werden, um leichte Bewegungsabläufe zu verrichten. Dafür lassen sich bis zu 40 Befehle eingeben. Anschließend kann der Minicomputer die Aufeinanderfolge von abwechselnden Richtungen auf einer speziellen Bodenmatte abfahren. Bee-Bots lassen sich auch zur Sprachförderung einsetzen. Bibliotheken nutzen sie im Bereich der Literaturvermittlung und Sprachförderung, sodass Kinder erlernen können, wie Geschichtenerzählen und Technik einfach und dramatisch kombiniert werden können.

Die Matte. Foto: Claudia Röhrich

Die Fachberaterin für Sprache, Sibylle Kobsinski, erzählte, die Kita „An den Lehmgruben“ sei eine spezielle Sprach-Kita, gefördert mit einem Extraprogramm vom Bund. Hilal Önal-Ak arbeitete bisher als zusätzliche Fachkraft für Sprache in der Kita und schaut ernst, als sie erzählt, dass das Programm in einem halben Jahr ausläuft und sie somit keine Planungssicherheit habe. Sie setzt bewusst Sprache ein, wenn mit der Biene programmiert wird. Das Bundesprogramm richtet sich größtenteils an Kitas, die von einem sonderlich hohen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf besucht werden.

Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch (SPD) wandte sich den Kindern zu und sprach: „Der Bürgermeister schickt mich, die zweite Biene bring ich mit“, und lüftete die mit einem Tuch verdeckte Biene. Die Kinder freuten sich sehr über den Zuwachs. Welchen Weg soll die Biene gehen?, fragte Önal-Ak und zwei Freiwillige durften gleich ans Experimentieren gehen. Es geht hierbei auch um den Wortschatz und die Satzbildung. Kitaleiterin Heike Werum bedankte sich beim Dezernenten. Sie hofft, dass die Sprach-Kita weiterlaufen darf. Die Kleinen riefen gegen Ende der Veranstaltung dem Dezernenten noch ein lautes „Daaankeee“ hinterher.

Ganz egal, welche Übungen mit dem Bee-Bot ausgeführt werden, die Kitakinder werden immer zum Vorausdenken motiviert. Die Komplexität wird durch das Niveau der Aufgabe bestimmt. Dank der einfachen Bedienung ist die Biene gut für die Kitakinder und die Vorschule gut geeignet. Aufgaben können nach Schwierigkeitsgraden aufgebaut werden. Die Akku-Ladedauer des Roboters beträgt circa zwei Stunden, während die Nutzungsdauer sechs Stunden bei normaler Nutzung beträgt. Der Bienen-Roboter wurde mit einer neuen Funktion versehen. Er kann sich jetzt nicht nur vorwärts, rückwärts und im Kreis bewegen und Winkel von 90 Grad ausführen, sondern auch kommunizieren. Um von Punkt A nach Punkt B auf der Bodenmatte zu gelangen, muss der Bee-Bot zuvor die richtigen Befehle erhalten, zum Beispiel: einen Schritte nach vorne, einmal nach links und dann zwei weitere Schritte nach vorne. Er kann sich bis zu 200 Schritte merken. Dadurch können vielfältige Aufgaben ausgeführt werden. Die Matte kann man allerdings leicht selbst herstellen, sie hat durchsichtige Taschen von 15 mal15 Zentimetern, die auch mit eigenen Karten gefüllt werden können. Kinder lernen den Einstieg ins Coding am besten, wenn dies auf spielerische Weise geschieht. Programmieren während des Kitabesuchs ist daher eine gute Idee. Nun geht es an das Ausprobieren in den Kleingruppen.

 

Autor: Claudia Röhrich

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Seit Februar 2015 bin ich als freie Journalistin bei der Lokalen Zeitung tätig. Zuvor arbeitete ich nach meinem Informatikstudium viele Jahre als IT-Koordinatorin. Seit zwei Jahren bin ich als freie Journalistin im Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV) akkreditiert. Die in vielerlei Hinsicht anspruchsvollen oder originellen lokalen Veranstaltungen motivieren mich bei Recherche und Verfassen meiner Artikel.