Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD) begrüßte die neue Finther Bezirkspolizeibeamtin Polizeioberkommissarin Kathrin Schwierz. Foto: Oliver Gehrig

FINTHEN – Neue Bezirkspolizeibeamtin in Finthen ist Polizeioberkommissarin Kathrin Schwierz. Die 37-Jährige war früher in Ingelheim tätig und ist nach einer Zwischenstation im Innenministerium nun unter anderem für den Bezirksdienst in Finthen zuständig. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates auf dem Layenhof stellte sie sich den Fraktionen vor und hatte eine umfangreiche polizeiliche Statistik mitgebracht.

In Finthen ist die Zahl der jährlich erfassten Straftaten erfreulicherweise von 588 im Jahr 2018 auf 566 im Jahr 2021 zurückgegangen. Am häufigsten waren Beleidigungen und Sachbeschädigungen, auch am Kfz, gefolgt von Vermögens- und Fälschungsdelikten (129) sowie von Rohheitsdelikten wie einfachen Körperverletzungen und Beleidigungen (91). Es gebe in Finthen keine kriminellen Schwerpunkte, auch nicht im Sertoriusring oder auf dem Katzenberg. „Wo mehr Menschen wohnen, da geschehen auch mehr Straftaten“, erläuterte Schwierz den Hintergrund. Aktuelle Themenschwerpunkte seien ein illegaler E-Rollerhandel, Nachbarschaftsstreitigkeiten und der Missbrauch von Notrufen. „Das belastet die Feuerwehr und ist eine Straftat“, betonte Schwierz. Geschwindigkeitskontrollen würden mit Laserpistolen durchgeführt. Bei Schulwegkontrollen sollen Eltern sensibilisiert werden, nicht direkt an der Schule zu parken, Stichwort „Elterntaxi“. Bei allgemeinen Streitfällen werden auch Mediationsgespräche zur Schlichtung angeboten. Nach einem Diebstahl im Seniorenheim gab es eine Präventionsveranstaltung für Bewohner. Kostenlos wird für die Bürgerinnen und Bürger eine Einbruchschutzberatung angeboten.

Der Ortsbeirat zeigte sich von der umfangreichen Präsentation angetan. Uwe Greiner (CDU) meldete Probleme beim Parken. Für ruhenden Verkehr ist die Polizei nicht zuständig, Verstöße sind an die Stadt zu melden, so Schwierz. Astrid Häfner (SPD) regte an, den Kontakt zwischen Schwierz und den Seniorensicherheitsberatern herzustellen. „Man kann nicht genug aufklären“, bekräftigte Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD). Sonja Haug (Grüne) beklagte, dass auf dem Schulweg direkt vor der Lambertschule häufig geparkt werde. Viele Erstklässler seien betroffen. Alexander Chatzigeorgiou (SPD) regte an, die Streifentätigkeit wieder auf den Layenhof auszudehnen. Kathrin Schwierz notierte alle Anregungen und sagte ihre Unterstützung zu. Die Finther Bezirkspolizeibeamtin ist unter Telefon 06131/654310 oder 06131/654305 erreichbar.

 

Autor: Oliver Gehrig

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.