Mischnutzung von Wohnen und Arbeiten in verklinkerten Bauten im niederländischen Stil - das bietet der Kaufmannshof. Foto: Claudia Röhrich

NEUSTADT – Baudezernentin Marianne Grosse, der Geschäftsführer der Zollhafen Mainz GmbH, Olaf Heinrich sowie Florian Grafen von UBM Development Deutschland GmbH luden zu einem Rundgang durch den „Kaufmannshof“ ein. „Jetzt sind viele Baufelder bebaut, aber man kann gar nicht daran denken, wie viele Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden mussten.“

Grosse betonte die Qualität der Architektur, da auch ein Wettbewerb der Planung vorrausgegangen ist. Dabei hat das Münchner Büro Meek Architekten gewonnen und geplant. „Das Wasser der Gracht wird umgewälzt, es handelt sich um Trinkwasser, da es in Mainz zu spärlich regnet“, erläuterte Florian Grafen. Allerdings sollte man nicht versuchen, wegen der geringen Tiefe von ca. 1,4 Meter darin zu schwimmen.

Die Anlage ist ganz nach niederländischem Vorbild geplant. Es gab sogar einen Wettbewerb zu den Grachten. Die öffentlichen Räume bleiben der Bevölkerung erhalten, wusste Grosse zu berichten. Der Ortsvorsteher der Neustadt, Christoph Hand (Grüne), sagte: „So viel Rheinufer hatte die Neustadt schon in 100 Jahren nicht mehr.“ Grosse darauf: „Die Neustadt hat durch den bebauten Zollhafen viel Aufwertung und Akzeptanz erfahren.“

Baudezernentin Marianne Grosse erläuterte die Details zum Kaufmannshof. Foto: Claudia Röhrich

Direkt am historischen Hafenbecken entstand der von Grachten umgebene „Kaufmannshof“, als erster von insgesamt geplanten fünf Höfen. Zu finden ist der verklinkerte Hof auf der Halbinsel des Zollhafen- Areals. Ein mit weißen Hortensien begrünter, gemeinschaftlich nutzbarer Innenhof lädt mit seinen vielen Holzbänken zum Entspannen ein, ein kleiner Spielplatz für Kleinkinder zum Klettern, Balancieren und Toben.

Insgesamt 45 Mietwohnungen beherbergt die Anlage. Das aus vier Häuser bestehende Ensemble hat eine Gesamtmietfläche von 7250 Quadratmeter. Das mit Vollstein hell verklinkerte Werkhaus verfügt über Büros von rund 3.300 Quadratmetern. Im Erdgeschoss sind Gastronomie und Einzelhandel vorgesehen.

Die großzügigen vier-Zimmerwohnungen befinden sich im Grachtenhaus West, ebenso die Micro- Appartements für Singles. Hier wurden Gärten und Loggien miteingeplant. Die 14 Wohneinheiten haben Wohnungsgrößen von ca. 37 bis 125 Quadratmeter.

Das Grachtenhaus Ost beherbergt Studios bis hin zu Lofts. Insgesamt 31 Wohneinheiten mit ein- bis drei-Zimmerwohnungen, 28 bis 106 Quadratmeter mittelgroße Wohneinheiten und 10 große Lofts. Die beinahe alle entweder mit Loggien oder Garten ausgerüstet sind.

Drei-geschossige Hafenhäuser mit Gärtchen, sogenannte Townhouses mit Aussicht auf den Hafen, mit einer Wohnfläche von 123 Quadratmeter und mit einem direkten Zugang zur Tiefgarage mit ihren 76 Stellplätzen, stellen das Filetstück des Projektes dar.

 

Autor: Claudia Röhrich

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Seit Februar 2015 bin ich als freie Journalistin bei der Lokalen Zeitung tätig. Zuvor arbeitete ich nach meinem Informatikstudium viele Jahre als IT-Koordinatorin. Seit zwei Jahren bin ich als freie Journalistin im Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV) akkreditiert. Die in vielerlei Hinsicht anspruchsvollen oder originellen lokalen Veranstaltungen motivieren mich bei Recherche und Verfassen meiner Artikel.