Die Laubenheimer Fraktionen hissten gemeinsam die Ukraine-Flagge auf dem Longchampplatz. Foto: Oliver Gehrig

LAUBENHEIM – Solidarität mit der vom russischen Angriffskrieg gebeutelten Ukraine zeigt jetzt auch die Gemeinde Mainz-Laubenheim. Auf dem Longchampplatz vor der Ortsverwaltung hissten die Fraktionen des Ortsbeirates jetzt in einer gemeinsamen Zeremonie die blau-gelbe Ukraine-Flagge plus die rote Laubenheim-Flagge mit der Lilie und dem halben Rad. Die vier mal 1,50 Meter große neue Ukraine-Flagge hatte Initiator Franz Horak (Grüne) bei einem Hamburger Unternehmen bestellt. „Es war der einzige Verkäufer, der noch welche hatte“, berichtete er der Lokalen Zeitung. „Es hat nur elf Tage gedauert.“ Beide Flaggen werden künftig in der Ortsverwaltung gelagert. Die Kosten für die Neuanschaffung in Höhe von 94 Euro teilen sich die Fraktionen des Ortsbeirates.

Nach der Hissung gedachten die Fraktionen den bisherigen vermutlich mehr als 900 zivilen Todesopfern des Krieges. „Dieser sinnlose Krieg kostet nur Leben und vernichtet Vertrauen“, sagte Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter (SPD). „Es ist unfassbar.“ Ralf Geißner (SPD) ergänzte: „Es ist näher als wir uns vorstellen können.“ Und Norbert Riffel (CDU) sagte: „Nach Hitler hätten wir uns nie vorstellen können, dass so etwas möglich ist.“ An der kleinen Zeremonie nahmen auch Wolfgang Stampp (SPD) und Dr. Christian Hecht (FDP) teil. Die neue Ukraine-Flagge soll auf Wunsch der Fraktionen so lange auf dem Longchampplatz gehisst bleiben, bis ein Friedensvertrag für die Ukraine vorhanden ist.

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.