Stefan Rosenstock mit den Urkunden flankiert von Landrätin Dorothea Schäfer und Steffen Wolf (Erster Kreisbeigeordneter). Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

INGELHEIM – Die Rabenkopf BürgerEnergie hat als „Bestes Unternehmen“ im Landkreis Mainz-Bingen die eifrigsten Radfahrer des „Stadtradelns 2022“. Während der Klimaschutz-Kampagne 2022, die im Landkreis vom 25. Juni bis 15. Juli zum achten Mal über die Bühne ging, bewältigten die Mitglieder der Genossenschaft aus Wackernheim genau 8631 Kilometer. In ihrem Namen nahm Stefan Rosenstock die Urkunden und das Preisgeld von 400 Euro von Landrätin Dorothea Schäfer (CDU) und Erstem Kreisbeigeordneten Steffen Wolf (SPD) in den Räumen der Kreisverwaltung in Ingelheim entgegen. Neben der Energiegenossenschaft zeichneten Schäfer und Wolf weitere Teilnehmer der Klimaschutz-Aktion. „1.857 Mainz-Binger Bürgerinnen und Bürger legten beim Stadtradeln eine beeindruckende Wegstrecke zurück“, sagte Schäfer. „In Zahlen waren dies 306.379 Kilometer und damit knapp 30.000 Kilometer mehr als im Vorjahr.“ Das sei eine Strecke von mehr als siebeneinhalb Mal um die Erde, rechnete die Landrätin vor.

Bei der „Rabenkopf BürgerEnergie Genossenschaft“ radelten gleich mehrere Dutzend Mitglieder mit, einige wie Rosenstock sind seit den Anfängen der Aktion in 2013 dabei. „Seitdem organisiere ich auch die Radel-Teams“, verriet Rosenstock. In manchen Jahren habe er in der Zeit komplett auf das Auto verzichtet. Umweltschutz durch Energiewende liegt in der DNA der 2014 gegründeten Genossenschaft, die Teilnahme am „Stadtradeln“ ist fast selbstverständlich. Ein halbes Dutzend Menschen standen am Ursprung, erzählte Rosenstock. „Angefangen haben wir mit Photovoltaik PV-Anlagen.“ Sie haben sie gebaut, betrieben und den Strom an die Hausbesitzer verkauft. Der Bau und Verkauf läuft nach wie vor. Auch wenn die wirtschaftliche Darstellung beim Bau der PV-Anlagen gegenwärtig nicht leicht sei, so Rosenstock. Eine Energiegenossenschaft von und für die Bürger sei auf jeden Fall ein tragbares Modell für kleine Orts- oder Dorfgemeinschaften, beteuert er. „Wir wollen die Menschen motivieren, erneuerbare Energien zu nutzen.“ 2015 konnten die Wackernheimer ein Elektroauto im Car-Sharing-System fahren. Das diente anderen als Vorbild. „Viele Genossenschaften saßen bei uns auf dem Schoss und wollten wissen, wie wir es machen“, sagte Rosenstock. Demnächst soll das mittlerweile dritte Automobil dieser Art kommen. Hinsichtlich eines Nahwärmenetzes hofft man in Wackernheim ebenfalls auf Fortschritte.

 

Autor: Gregor Starosczyk-Gerlach

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Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.