Vorsitzende Marina Stieb (r.) begrüßte Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz beim Hechtsheimer Gewerbeverein. Foto: Oliver Gehrig

HECHTSHEIM – Die coronabedingt schwierige wirtschaftliche Lage und die bevorstehende OB-Wahl waren Themen, denen sich die Mainzer Wirtschaftsdezernentin und CDU-OB-Kandidatin Manuela Matz in ihrer Rede bei der Mitgliederversammlung des Hechtsheimer Gewerbevereins annahm. „Ich freue mich, wieder bei meinem Heimatverein zu sein als ehemalige Hechtsheimer Unternehmerin und Mitglied im Gewerbeverein“, sagte Manuela Matz zu Beginn. „Ihr macht großartige Dinge in Hechtsheim und seid ein Pfund für die Unternehmer und Gewerbetreibenden“, lobte Matz den Gewerbeverein und nannte als Beispiele das Fest zum verkaufsoffenen Sonntag 2019, das Anbringen der Weihnachtsbeleuchtung 2021 sowie die Gestaltung der Baumscheiben und Blumenbeete in der Alten Mainzer Straße.

Die aktuelle wirtschaftliche Situation sei nach zwei Jahren Pandemie leider nicht rosig. „Bei vielen Gewerbetreibenden sind leider trotz Unterstützung die Rücklagen aufgebraucht“, bilanzierte Matz. Hinzu kämen Energiepreise, die „ins Unermessliche“ steigen. „Das macht den Leuten Angst, es gibt eine große Kaufzurückhaltung“, sagte die Wirtschaftsdezernentin.

In vier Jahren im Stadtvorstand habe sie reichlich Erfahrung gesammelt und etliche Ideen eingebracht. „Ich habe meinen Hut in den Ring geworfen“, sagte sie in punkto bevorstehende OB-Wahl, bei der sie für die Christdemokraten antritt (wir berichteten). Themen, mit denen sie in den Wahlkampf geht, sind ein 365-Euro-Familienticket und ein 1-Euro-Pendler-Ticket für einen gut funktionierenden ÖPNV.  Die Grundsteuer B müsse gesenkt werden. „Das ist Geld, was bei allen unmittelbar ankommt“, erläuterte Matz. In Hechtsheim müsse die Parksituation verbessert werden. „Wenn Geschäfte schlecht erreichbar sind, dann haben wir ein Problem.“ Zudem müssten die hohen städtischen Gewerbesteuereinnahmen reinvestiert werden in notwendige Investitionen. In punkto Sauberkeit sprach sie sich für die Einführung eines „Graffitimobils“ zum Entfernen von Schmierereien aus.

„Die Krise ist unmittelbar bei uns in der Stadt angekommen“, bilanzierte Matz. „Es ist eine schwierige, herausfordernde Zeit.“ Als Unterstützung für die Unternehmen müsse ein Gas- und Strompreisdeckel her.

 

Autor: Oliver Gehrig

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.