Die Kinder haben ihren Favoriten gewählt. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

HARTENBERG-MÜNCHFELD – Die Kinder haben den Sieger in Nullkommanix gefunden: Der Spielplatz am Parkeingang in HaMü, erreichbar über den Zugang von der Jakob-Steffan-Straße, bekommt eine neue Spielanlage. Voraussichtlich zum Frühjahr 2023 wird Kindern im Grundschulalter bis etwa zwölf Jahren ein Kletterspiel mit einer Rampe für Rolli-Fahrer mit zwei Rutschen zur Verfügung stehen. Dazu kommen verschiedene Kletternetze, ein Sandkasten mit Sandaufzug, eine Wackelbrücke, eine Kletterstange und einige weiteren Kleinigkeiten. Die Bemalung in Kontrastfarben sollen beeinträchtigten Nutzern helfen, die Farbtöne zu unterscheiden. Dem alternativen Vorschlag, einer Piratenschiff-Spielkombination, haben die Jungen und Mädchen hingegen eine Absage erteilt.

Die Visualisierung des Spielplatzes am Hartenbergpark. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Der integrative Spielplatz in HaMü sei schon immer etwas Besonderes gewesen, sagte Wolfgang Stiren vom Jugendamt. „Er wurde als Pilotprojekt für Kinder mit Beeinträchtigungen oder Handicaps konzipiert.“ Leider müsse der Kinderspielplatz aus Sicherheitsgründen abgebaut werden, so der Diplom-Pädagoge. „Nur die Nestschaukel, zu der es keine Beanstandungen gegeben hat, wird bleiben.“ Zusammen mit der Absicht „Integration und Inklusion“, die sich in den Spielgeräten wiederfindet. Vor Ort haben die Eltern, die mit ihren Kindern im Rolli ebenfalls zur Wahlveranstaltung – Spielplatz-Partizipation genannt – kamen, Projektant Maximilian Kreuzburg vom städtischen Grünamt die eine oder andere Anregung mit auf den Weg gegeben. 50.000 Euro will die Stadt für das Projekt ausgeben.

Als „die erste ihrer Art in Mainz“, kündigte Stiren eine Kommunikationstafel auf dem Spielplatz an. Sie ist ein Sammelsurium an Bildern, auf die ein Kind mit dem Finger zeigen kann, um ein Bedürfnis oder sein Befinden über die sprachliche Barriere hinweg mitzuteilen. Die Piktogramme, die der Autismus-Verlag vorschlägt, sind ein Mini-Vokabular mit Zeichen, beispielsweise für Durst, Spielen, Pflaster sowie alle Personalpronomen und Ausdrücken wie „gut“, „cool“ oder „nicht so gut“.

 

Autor: Gregor Starosczyk-Gerlach

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Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.