Einrichtungsleiter Jens Blum (links) und Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch freuen sich über den Fortbestand des Katzenberg-Treffs. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

FINTHEN – Mit einem Sommerfest hat das Diakonische Werk Rheinhessen das 35-jährige Bestehen des Finther „Katzenberg-Treffs“ gefeiert. Zahlreiche Kinder, Familien und Senioren haben nach den offiziellen Ansprachen dieses Fleckchen Erde in Finthen bevölkert und die Zeit mit Begegnungen, Gesprächen bei Kaffee und Kuchen sowie mit  unterschiedlichen Spiel- und Mitmachangeboten verbracht.

All das also zu tun und gemeinsam zu feiern, wofür der Katzenberg-Treff seit 1987 steht, nachdem ihn die Evangelische Kirchengemeinde Finthen aus der Taufe gehoben hatte: ein Ort zu sein, an dem sich Menschen informieren, beraten lassen und einander im Austausch begegnen. 2004 übergaben die Finther Christen die Trägerschaft an die Diakonie Rheinhessen. Zuletzt stand dessen Existenz aus Finanzierungsgründen auf der Kippe.

Zum Sommerfest gab es ein buntes Rahmenprogramm. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Im Grußwort zum Jubiläumstag sagte Andreas Blum, Verantwortlicher für den Treff: Durch die erhöhten Zuschüsse der Stadt sei der Fortbestand gesichert. Er dankte unterschiedlichen Institutionen, Aktionsinitiatoren sowie Kirchen, die die Katzenberg-Oase ebenfalls unterstützen. Finanziell habe der Treff etwa 115.000 Euro im Jahr 2021 Euro benötigt, teilte er auf Nachfrage mit.

Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch (SPD) sprach von der „erwünschten Art des Mitgliedsbeitrags“, bei der sich neben den öffentlichen Geldgebern auch gesellschaftliche Gruppen beteiligen. „Die Bürger können sich in die Geschäfte der Stadt einmischen.“ In den vergangenen zwei Jahren habe die Stadt die Zuschüsse um jeweils zehn Prozent erhöht. Jetzt fließen 75.000 Euro jährlich nach Finthen.

Klaus Engelberty, Leiter regionaler Diakonie, lobte das Engagement von Annika Juno und Andreas Blum, die mit vielen Honorarkräften im Team den Katzenberg-Treff mit Leben füllen. Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD) dankte ebenfalls für die Subventionen und bat die Öffentlichkeit um Unterstützung für eine groß angelegte Spendenaktion. „Die Menschen auf dem Katzenberg brauchen Ihre Hilfe.“

Das Auditorium lauschte den ukrainischen Liedern, die Olena Rabynowytsch darbot. Den heiteren Tag gestalteten der Verein „Armut und Gesundheit“, das Jugendzentrum sowie der CVJM aus Finthen mit.

Teilen
Vorheriger ArtikelSommerkonzert und Frühschoppen in Marienborn
Nächster ArtikelNichts als Hitze!
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.