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    Zensus 2022

    Mainz-Bingen Rund 140 Interviewerinnen und Interviewer, über 5000 Haushalte, mehr als 20.000 auskunftspflichte Personen – so lautet die Bilanz der Erhebungsstelle des Landkreises für den Zensus 2022 (wir berichteten). Die Volkszählung im Landkreis ist inzwischen offiziell abgeschlossen, die Erhebungsstelle in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen aufgelöst.

    „Die Situation zu Beginn des Zensus war für alle neu“, erinnert sich Norbert Ding, Leiter der Erhebungsstelle, zurück. Eine Herausforderung sei es gewesen, ausreichendes Personal für die anfallende Arbeit zu gewinnen. Einige Kolleginnen und Kollegen konnten dabei direkt aus der Kreisverwaltung eingesetzt werden – insbesondere zwei engagierte Auszubildende seien eine enorme Unterstützung gewesen. Zusätzlich wurden Kolleginnen aus Zeitfirmen eingestellt, sodass zu Höchstzeiten zwölf Personen in der Erhebungsstelle tätig waren. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisteten viele Überstunden – auch an Samstagen und Sonntagen. Das Team hat es wirklich gerissen“, lobt Norbert Ding. Zur Wochenendarbeit fällt ihm auch sofort eine nette Anekdote ein, als er an einem Samstag einen Teilnehmer telefonisch kontaktierte. Der Mann sagte schmunzelnd: „Es gibt doch gar keine Behörden, die am Wochenende Auskunft geben“.

    Aufgabe der Erhebungsstelle war es unter anderem, die Qualität der Statistiken und den Datenschutz zu jeder Zeit sicherzustellen. „Gerade die Datenschutzbestimmungen waren eine sehr komplexe Materie“, erklärt Ding. Zudem wurden die Interviewerinnen und Interviewer rekrutiert und betreut, die die per Zufall ausgewählten Haushalte ab Mitte 2022 befragten.

    Über 5000 Haushalte wurden kontaktiert, mit Wohnheimen (15 Anschriften) und Gemeinschaftsunterkünften (66 Anschriften) eingerechnet waren es insgesamt rund 5260 Anschriften. Um die Qualität der Ergebnisse zu sichern, gab es außerdem Wiederholungsbefragungen. Erhoben wurden zum Beispiel Name, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit und Hauptwohnsitz, aber auch Aspekte zu Ausbildung und Beruf. Alle Unterlagen wurden schließlich an das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz weitern geleitet. Inzwischen liegen diese auch dem Statistischen Bundesamt vor und werden dort verarbeitet. Planmäßig sollen die Daten im Mai 2024 öffentlich zugänglich sein. „Wir warten sehr gespannt darauf, wie sich die Ergebnisse auf unseren Landkreis auswirken“, sagt Norbert Ding.

    Auch Landrätin Dorothea Schäfer bedankt sich für das große Engagement und den Einsatz der ehrenamtlichen Erhebungsbeauftragten sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Erhebungsstelle. „Sie haben einen wichtigen Beitrag geleistet, um die amtliche Einwohnerzahl unseres Landkreises zu ermitteln“.

    Hintergrund: Beim bundesweiten Zensus – auch als Volkszählung bekannt – wurden wichtige Bevölkerungs-, Gebäude-, und Wohndaten erhoben. Informationen, die für Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft von Bedeutung sind. Aufgrund der Größenordnung gab es für die Zählungen dezentrale, kommunale Erhebungsstellen in den kreisfreien Städten und Landkreisen. Für den Landkreis Mainz-Bingen wurde eine Erhebungsstelle in der Kreisverwaltung eingerichtet. Seit 2011 sollen solche Befragungen alle zehn Jahre stattfinden.

     

    Autor: red

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