Fastnachterin - Friederike Butter und Dschinni - Maximilian Geipel. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

WACKERNHEIM – Volle Hütte wie eh und je: Die vierfarbbunte Stimmung in der Wackernheimer TSV-Halle knüpfte nahtlos an die Zeiten vor der genauso notwendigen wie nervtötenden Pandemie-Pause. Die Aktiven des Carneval Clubs Wackernheim (CCW) drehten die Hähne des Frohsinns auf, um den närrischen Durst der „Waggernummer“ zu stillen. Vom Ausmaß des Verzichts zeugte unlängst die „Drei-Mal-ausverkauft“-Nachricht des Vereins für die Sitzungen. Auch das Ambiente der TSV-Halle ließ die Design-Abteilung nicht aus, damit sich auch die Augen sattsehen können und dekorierte neben einem bunten Bühnenbild die Saalwände mit echten Instrumenten und stilisierten Musiknoten. Die Fastnacht lebte auf: „Unsagbar viele Ehrengäste“, begrüßte Sitzungspräsident Dietmar Butter in der ersten der drei Sitzungen.

Der Waggeernummer „Vierer – Reloaded“.
Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Es war mal wieder eine hausgemachte Top-Sitzung, wie die Einheimischen aus dem „Bergdorf“ sie kennen und lieben. Ihr Kampagnenmotto: „Der CCW bringt euch zum Glück / mit viel Musik die Freud‘ zum Glück“. Gesehen und wiedererkannt: Die tollen Tage tragen erneut das Gütesiegel der Verbundenheit mit dem Ort: Die Stadtteilgemeinschaft von Ingelum feierte die fünfte Jahreszeit und mittendrin sich selbst mit.

Unter Verzicht auf Import-Redner schöpfte der CCW aus dem eigenen, scheinbar unerschöpflichen Ideen-Brunnen. Einen glänzenden Auftritt hatten Bianca Klippel-Moscalzcuk, Felix Anspach, Herbert Wolf und Arno Zimmer als „Der Vierer – Reloaded“ mit den Rollen von Tod („Kam der aus Ingelum? Da laafe Gestalten rum!“), Königin Lisbeth („Heut‘ ist mei Beerdischung, die will ich sehen“), ihrem Butler („Es Lissje ist tot und ich brauch‘ neuen Job“) und einem Bewerber um die James-Bond-Rolle („Mein Name ist Anspach, James Anspach“). „Oh, wie ist das schön“, sag das Publikum nach dem Auftritt des Quartetts begeistert.

Der Graf und die Biene – Yannic Hammer und Carl Riemer.
Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Im Zwiegespräch brillierten Yannic Hammer (Graf Dracula) und Carl Riemer (Biene Maja): „Wir haben viel gemeinsam, wir zwaa“ – „Drum sind wir jetzt ein Paar“. Tosender Applaus des Auditoriums beendete ihren Wortwechsel als die „Biene“ mit einem Trompetensolo den „Waggernummer Marsch“ anstimmte und damit den Saal zum Beben brachte.

Einen amüsanten Meinungsaustausch führten die Fastnachterin mit drei Wünschen (Friederike Butter) und der immer durstige Dschinni (Maximilian Geipel).

Ballett Mariposa auf dem Weg zur „Playa“.
Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Ach, wie schee ist die getanzte Fastnacht in Wackerheim: Das Ballett Mariposa (Leitung: Katharina Keßler, Jessica Speth) tanzte zu „Vamos a la playa“ und „El ritmo de la noche“. „Die Schrögel“ (Leitung: Melanie Mitz) überraschten mit einem Neon-Flamingo-Tanz im Schwarzlicht. Das CCW-Ballett (Leitung: Katharina Kessler) trat als Squid Girls auf die Bühne und die „Happy Hip Hopper“ (Leitung: Tanja Esch, Melanie Mitz) tanzten unter anderem zu „Seven Nation Army“ von DJ Fluke.

Wer war noch dabei? Ingo Schlösser, Birgit Schlösser und Arno Zimmer (Vorspiel), Carsten Jens (Protokoll), Ingo Schlösser (Therapeut), Levin McKenzie (Protokoll 2.0) und Mario Gierholz, Simon Schwerdt und Arno Zimmer (All-Stars) und das CCW-Männerballett (Leitung: Sandra Keller).

 

Autor: Gregor Starosczyk-Gerlach

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Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.