„Jazz Sisters Quartetts“ beim Neujahrskonzert in Budenheim. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

BUDENHEIM – Mit einem Neujahrskonzert hat die Gemeinde Budenheim das Jahr 2023 willkommen geheißen. Acht Tage nach dessen Beginn umrahmten Jazz-und Blues-Klänge des „Jazz Sisters Quartetts“ die Ansprache des Bürgermeisters Stephan Hinz. Den feinsten Jazz als Neuinterpretationen bekannter Hits und weniger verbreiteter Stücke brachten die Musikerinnen aus Frankfurt am Main in das Bürgerhaus der Blütengemeinde. Musikalisch angenehm anzuhören, unterhielten Sängerin Juliane Schaper, Katrin Zurborg an der Gitarre, Nina Hacker am Kontrabass und Schlagzeugerin Uta Wagner die Zuhörer durch mitunter freches Umdeuten der Titel: Aus „My Baby just cares of me“ von Nina Simone wurde „My Baby just cares for soups“, aus Michaels Jacksons „I‘m bad“ – „My bread“.

Neben den Wünschen zum noch jungen Jahr sprach Hinz rückblickend von 2022 als einem Jahr von Krisen und Umbrüchen, „wie wir sie nicht gekannt haben“. Er hob zugleich das Engagement, das die Budenheimer unter anderem Menschen auf der Flucht entgegenbrachten.

Schaut optimistisch auf 2023: Bürgermeister Stephan Hinz. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Abseits des Redemanuskripts äußerte sich Hinz zu den Vorfällen um die Schließung des Altenheims in Budenheim, „das kein Gemeindehaus ist, sondern das eines privaten Investors“. Mit der Aufgabe und der mittlerweile erfolgten Unterbringung der meisten Bewohner in anderen Einrichtungen habe „keiner gerechnet“, so Hinz erkennbar bewegt. Wie der Bürgermeister mitteilte, werde ab März das Evangelische Diakoniewerk Zoar aus Ingelheim-Heidesheim die Wohn- und Betreuungsstätte als Mieter übernehmen.

Auf den neuen Zeitabschnitt schauend, zeigte sich der Bürgermeister insgesamt optimistisch. Er appellierte vermehrt an den Gemeinschaftssinn, den er in 2022 als etwas Positives aufspürte: „Wir sind wieder zusammengekommen“. Hinz wies erfreut auf Anlässe wie das Rheinuferfest, die Kerb, die Begegnungen mit den Partnergemeinden sowie das Martinsfeuer hin. „Die Herausforderungen der kommenden Jahre können wir nur gemeinsam meistern.“ Er warb um Solidarität der Budenheimer untereinander und um Respekt anderen Meinungen gegenüber. Populistischer Meinungsmache setzte er das Aufklärungsprogramm entgegen. „Auf Themen, die die Menschen beschäftigen, müssen wir verständliche Antworten liefern“. Die Demokratie brauche engagierte Einsätze.

2023 können sich die Budenheimer auf das Blütenfest (21. bis 24. April) freuen, dessen Vorbereitungen „auf Hochtouren laufen“, so Hinz. Am letzten Wochenende im Juli erwartet alle das Rheinuferfest und im September die Kerb. Die Winterzeit soll das Martinsfeuer erhellen.

 

Autor: Gregor Starosczyk-Gerlach

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Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.