In der Wilhelm-Quetsch-Straße soll ein Naherholungsgebiet entstehen. Foto: kga

BRETZENHEIM – Liegebänke im Schatten der Bäume, Steinbeete und Wildwiesen und ein gepflasterter Weg, der sich von der Marienborner Straße bis zum Holunderweg durch die Grün-Oase schlängelt: So könnte das stillgelegte Stück der Wilhelm-Quetsch-Straße schon in naher Zukunft aussehen. Gründezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) und Mitarbeiter des Grünamtes trafen sich jetzt gemeinsam mit Ortsvorsteherin Claudia Siebner (CDU), Mitgliedern des Ortsbeirates und Vertretern des Vereins „Schönes Mainz-Bretzenheim“ sowie der Nachhaltigkeitsinitiative auf der 3100 Quadratmeter großen Asphaltpiste, um erste Ideen und Überlegungen zur Gestaltung auszutauschen.

Gründezernentin Janina Steinkrüger (li.) stellte erste Ideen vor. Foto: kga

Alles in allem war man sich einig, dass aus der tristen Fläche eine Art Naherholungsgebiet für die Anwohner entstehen soll. „Das Problem sind die Überraschungen unter der Straße“, sagte Steinkrüger. Hier würden zahlreiche Gas- und Wasserleitungen, aber auch Strom und Teile des Fernwärmenetzes verborgen liegen. Dies sei vor allem auch der Grund, weshalb weniger Bäume gepflanzt werden können als gewünscht. „Viele Ansprüche müssen berücksichtigt werden, besonders auch die der unmittelbaren Nachbarn“, sagte Steinkrüger. So sei es zwar sinnvoll, auch naturnahe Spielgeräte zu installieren, jedoch sei ein Basketballkorb wegen der Geräuschentwicklung nicht möglich. Eine kleine Fläche des Asphalts soll aber erhalten bleiben. Grund: Kleinkinder könnten hier ungestört vom Verkehr Laufrad und Fahrradfahren lernen.

Moritz Morsblech und seine Amtskollegen hatten Entwürfe mitgebracht, wie es einmal in der Wilhelm-Quetsch-Straße aussehen könnte. Vor allem wolle man für Wildbienen, Hummeln und Eidechsen Steingärten anlegen und diese mit trockenheitsresistenten Pflanzen bestücken.  Im vorderen Bereich an der Kreuzung Holunderweg und Hummelweg sollen die fünf großen Bäume erhalten bleiben und dort Sitzgelegenheiten entstehen. Auch entlang der angedachten Blumenbeete und Wiesen sollen Bänke und Liegen zum Verweilen auch an heißen Tagen einladen.  Der Weg durch das neu entstehende Gelände müsse gepflastert sein, sagte Morsblech, weil die Wilhelm-Quetsch-Straße Teil einer Verbindung bis nach Gonsenheim oder eben auch an Fußballtagen bis zum Stadion sei. Hier reiche deshalb auch keine Schotterpiste.

 

Autor: kga

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