Der Widerstand gegen das Bauvorhaben in der Ricarda-Huch-Straße wächst, wie auch bei der jüngsten Kundgebung vor Ort deutlich wurde. Foto: kga

HAMÜ – Das umstrittene Bauvorhaben in der Ricarda-Huch-Straße war das beherrschende Thema der jüngsten Ortsbeiratssitzung in HaMü. In einer Antwort auf eine SPD- und CDU-Anfrage bittet Baudezernentin Marianne Grosse (SPD), den Begriff „Hochhaus“ durch „Wohngebäude“ zu ersetzen. Es handele sich nicht um ein Hochhaus im Sinne der Landesbauordnung. Ansonsten sei die Prüfung des Bauantrages noch nicht abgeschlossen. Daher sei es zurzeit nicht möglich, Aussagen zu etwaigen Auflagen der noch zu erteilenden Baugenehmigung zu treffen. Der Ortsbeirat war mit der Antwort nicht einverstanden. „Wann kriegen wir mal eine vernünftige, komplette Antwort?“, fragte Jürgen Zaufke (SPD). Es gebe keine Antwort zu den Sicherungsmaßnahmen am Spielplatz, bemängelte Jutta Lukas (CDU).

Auch der Sachstandsbericht der Verwaltung zum Bauvorhaben stieß im Ortsbeirat auf Widerspruch.  Es werde sehr viel versiegelt, kritisierte Jutta Lukas. „Es wird unten zubetoniert und oben drauf kommt ein bisschen Erde.“ Jochen Barth (Grüne) sagte unter Beifall der Bürgerschaft: „Kein Baum ist illegal.“ Walter Konrad (ÖDP) teilte mit, dass die Kirchengemeinde Widerspruch gegen die vorliegende Planung eingereicht habe. Ortsvorsteherin Christin Sauer (Grüne) zeigte ein Stück weit Verständnis für die Verwaltung: Diese dürfe Details aus einem laufenden Genehmigungsverfahren gar nicht öffentlich bekannt geben. In der Bürgerfragestunde fragten Anwohner, warum das Gebäude mit der längeren Seite zum Spielplatz gebaut werde. So sei der Spielplatz künftig komplett im Schatten. „Wie kann so was genehmigt werden?“, so der Tenor.

Die Verteilung der Stadtteilmittel war weiteres Thema im Ortsbeirat. 575 Euro fließen in das Projekt „Schulen auf Eis“ des Fördervereins der Eissporthalle. Schulen soll so der Zugang zum Eissport erleichtert werden. Die Organisatoren des Adventsmarktes in HaMü erhalten insgesamt 220 Euro: 100 Euro fließen in einen neuen Christbaumständer und weitere 120 Euro in die Finanzierung der Standgebühren. Rund 160 Euro gehen an das AWO-Parkhaus zur Finanzierung des Sommerfestes. Leer aus gehen die Organisatoren des Weihnachtsfestivals, die diesmal kein Geld erhalten.

 

Autor: Oliver Gehrig

Teilen
Vorheriger ArtikelHerber Rückschlag für die Ischn
Nächster ArtikelGedränge auf dem HaMü-Weihnachtsmarkt
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.