Symbolbild: Eigentümer sollten ihre Heizungsanlagen auf Lecks überprüfen. Foto: kga

LERCHENBERG – Es war eine einfache Rechnung, die Dr. Dirk-Michael Rexrodt (FDP) bei der Lerchenberger Ortsbeiratssitzung aufmachte. Das Ergebnis allerdings verblüffte: Wie die Mainzer Wärme Plus (MWP) auf Nachfrage im September dem Freidemokraten bestätigt haben soll, würden täglich 40 Kubikmeter Wasser aus dem Fernheizsystem ungenutzt abgelassen, um so dem Überdruck auf den Leitungen zu begegnen. „40 Kubikmeter täglich, das sind 14,6 Millionen Liter im Jahr. Bei einem Preis von vier Euro pro Liter kann man sich ausrechnen, was da zusammenkommt“, sagte Rexrodt und war damit mitten im Thema. Die Verwaltung müsse sich bei der MWP dafür einsetzen, dass die Hausbesitzer auf dem Lerchenberg dafür sensibilisiert werden, nach Leckagen im hauseigenen Heizsystem zu suchen oder durch Fachfirmen suchen zu lassen. Grund für den Überdruck in den Fernheizrohren sei, dass aus defekten Heizanlagen zusätzliches Wasser in das System läuft. Bevor Rohre platzen oder undicht werden, müsse die MWP deshalb täglich Wasser ablassen.

„Systematisch wird nach Lecks offenbar weder gesucht noch sind die Haushalte dazu aufgerufen“, heißt es im Antrag. Im Gremium war man sich schnell einig, dass das Problem angegangen werden müsse. Jedoch sei es rechtlich nicht möglich, Hauseigentümer dazu zu nötigen, ihre Türen für Mitarbeiter der MWP zu öffnen, gab Nicole Krämer (SPD) zu Bedenken. Das Problem sei seit Jahren bekannt, Eigentümer von Häusern seien deshalb auch schon angeschrieben worden, damit sie ihre Boiler überprüften, wusste Andreas Michalewicz (CDU). Im Grunde sei es auch nicht schwer, ein Leck im eigenen Heizsystem festzustellen. Sämtliche Wasserabnehmer müssten für eine Weile gestoppt werden. Wenn sich dann auf der Hauptwasseruhr das Zählrädchen immer noch dreht, sei klar, dass irgendwo Wasser abfließt, wussten gleich mehrere Gremiumsmitglieder Rat. Grundsätzlich stehe der Eigentümer in der Pflicht. Es sei letztlich notwendig, dass dieser noch einmal für das Problem sensibilisiert werde. Letztlich zahle er auch mehr für seinen Wasserverbrauch, wenn ein Leck in seinem eigenen System unentdeckt bleibe. Der FDP-Antrag wurde mit sieben Jastimmen bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen auf den Weg gebracht.

 

Autor: kga

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