Der Ortsbeirat wünscht sich eine neue Kita auf dem Gelände des Bürgerhäuschens. Foto: kga

LERCHENBERG – Was wird aus dem so genannten „Bürgerhäuschen“, wenn das derzeit noch im Bau befindliche Lerchenberger Bürgerhaus fertiggestellt und die derzeitigen Nutzer der ehemaligen Kindertagesstätte in der Hindemithstraße 1 zurück in die Hebbelstraße ziehen? Diese Frage stellte sich die CDU-Ortsbeiratsfraktion und hat jetzt einen vom gesamten Gremium bestätigten Antrag an die Verwaltung gestellt, wonach zwei mögliche Ideen zur künftigen Nutzung des Geländes des Bürgerhäuschens geprüft werden sollten.  Vorrangig sei demnach zu prüfen, ob zusätzlich zur geplanten Kita am Neubaugebiet „Medienberg“ die Errichtung einer neuen Kindertagesstätte in der Hindemithstraße 1 möglich ist. Alternativ könnte das gesamte Gelände aber auch zur Nutzung der Lerchenberger Allgemeinheit umgestaltet werden, etwa indem ein Abenteuerspielplatz errichtet oder eine parkähnliche Grünfläche aus dem Gelände gestaltet wird. „Dies ist genau das Gelände für Feste“, urteilte Sozialdemokrat Prof. Detlef Baum.

„Aus unserer Sicht sollte die angedachte Wohnbebauung an dieser Stelle nicht realisiert werden“, so die Begründung im CDU-Antrag. Das Gelände sei sehr schön in das umliegende Grün eingebettet und sei damit „prädestiniert“ für die weitere Nutzung als Kindertagesstätte. Ortsvorsteherin Sissi Westrich (SPD) hielt fest: „Die Nutzung des alten Gebäudes als Kita ist unmöglich.“ Daher sei ein Neubau unausweichlich. „Eine dreizügige Kita wird hier aber dringend noch gebraucht.“ Und Westrich weiter: „Wenn das Wohngebiet Medienberg fertig ist, werden wir einen riesigen Bedarf an Plätzen haben.“

Zunächst war im Antrag noch formuliert worden, das Bürgerhäuschen für die Nutzung durch Vereine oder für Feste weiterhin zur Verfügung zu stellen. Dieser Passus wurde aber gestrichen, nachdem Nicole Krämer (SPD) argumentiert hatte: „Wir bekommen jetzt ein riesiges Bürgerhaus, ein zweites Gebäude für die Bürger bekämen wir nie bezahlt.“ Auch Ortsvorsteherin Westrich nannte diese Idee unrealistisch. Man wolle das neue Bürgerhaus beleben, da mache ein zweites kleineres Bürgerhaus keinen Sinn. Der Passus wurde gestrichen und der Prüfantrag danach einstimmig an die Verwaltung weitergeleitet.

 

Autor: kga

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