Die Musiker hauchten den Disneyfiguren Leben ein. Foto: kga

FINTHEN – Nach langer Pause wegen der Einschränkungen durch die Pandemie und dem Neubau des Finther Bürgerhauses trafen sich Anfang November Musiker und ihre Fans zum Konzert des Orchestervereins St. Martin endlich wieder an gewohntem Ort.  Zum Motto „Gezeichnete Musik – Disney and Friends in Concert“ entführten das Windorchester unter der Leitung der Dirigenten Tobias Jurasin und Götz Schwehm das Publikum weit zurück in die Kindheit, wo Erinnerungen an Micky, Donald, Bugs Bunny sowie Tom und Jerry wieder lebendig wurden. Aber auch in die moderne Welt der Disneyfilme und Musicals nahm das Orchester die Zuhörer mit. Applaus galt den engagiert spielenden Musikern, aber auch den Erbauern des neuen Bürgerhauses, als der Vorsitzende Andreas Kohl „die gute Akustik im Saal“ lobte.

Was aber versteht man unter „gezeichneter Musik“, dieser Frage ging das Orchester im Laufe des Abends mit dem Publikum nach. Und alsbald wurde klar: Musik zeichnet im Trick- und Zeichenfilm Bewegungen, Stimmungen und Charaktere nach, im Konzert spannte das Orchester den Bogen von den frühen Anfängen des Trickfilms in den 20er- und 30er-Jahren bis in die den meisten wohl noch bekannte Trickfilmzeit der 70er-Jahre, und weiter zu den aktuellen Disney-Verfilmungen. Immer spielt die Musik eine wesentliche Rolle bei der Gestaltung der Charaktere und Situationen.

Unter der abwechselnden Leitung der Dirigenten entfaltete das Orchester mit seiner symphonisch ausgebauten Bläser- und Schlagwerkbesetzung den typischen Disneyzauber über den Köpfen des Publikums, Mogli und sein Freund Balu wurden ebenso lebendig wie das Liebeslied „I see you“ aus dem Film „Avatar“ romantisch. Emotion und Leidenschaft, Wut und Sehnsucht wurden in jedem der gespielten Werke spürbar. Die Musiker hauchten den Figuren leben ein.  Interessant auch die Randnotizen zu verschiedenen Stücken, etwa, dass der „König der Löwen“ seit inzwischen 20 Jahren als Musical in Hamburg läuft, drei Lieder darin von Elton John sind, oder das Phil Collins 1999 die Songs zu „Tarzan“ geschrieben hat.  Die Dirigenten sind letztlich mit der gleichen Leidenschaft in den Noten vor ihnen auf dem Pult gefangen wie die Musiker des Orchestervereins und trugen so gemeinsam zu einem außergewöhnlichen und unvergesslichen Abend bei, der in großem Beifall ausklang.

 

Autor: kga

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