Ein kurzweiliger Abend mit den MundArtisten. Foto: kga

LAUBENHEIM – Lange bevor die Künstler die Bühne betraten,  war der Saal im evangelischen Gemeindezentrum voll besetzt. Friedhelm Kärcher, Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der evangelischen Kirche Laubenheim, hatte kräftig die Werbetrommel gerührt. Wie das Publikum so freuten sich auch die drei MundArtisten Claudia Presser, Matthias Keil und Jens Teschner riesig, nach den vielen Corona-Einschränkungen endlich wieder einen unbefangenen Abend in netter Runde zu erleben. Die Männer griffen auch gleich in die Gitarrensaiten und posaunten es heraus: „Es Waade is vorbei und jetzt son wir widder do. The Boys are back in Town,“

Mit ihrem Programm „Rhoihessisch in Wort und Mussigg“ nahmen Teschner und Keil gemeinsam mit Claudia Presser am Lesepult ihre Zuschauer mit auf eine kurzweilige Reise rund um Eigenarten und Besonderheiten der ländlichen Rheinhessen und Städter.  Dabei ging es auch zurück in die Vergangenheit mit Kindheitserinnerungen etwa zum traditionellen Quetschekoche, es wurde von Toilettengängen anno dazumal berichtet und von kulinarischen Besonderheiten wie Federweißer oder dem Grundnahrungsmittel „Weck, Worscht und Woi“.  Mit ihren „Kurzgeschichten“ – manchmal nur zwei Sätze lang – feuerte das Trio eine amüsante Anekdote nach der anderen heraus.

Manchmal lag den Zuschauern auch ein Uiuiuiuiui auf der Zunge, es wurde gelacht und mitgemacht. Teschner und Keil machten sich musikalisch über die heute bei Weinen üblichen Sensorik-Angaben her, da seien im Geschmack Vanille und Apfel zu erkennen, sogar Rhabarber und Nuancen von Walnuss. Früher sei es da einfacher gewesen, Hauptsache der Wein schmeckte. Teschner sah schon die künftige Warnung auf der Flasche: „Vorsicht, dieses Getränk kann Spuren von Trauben enthalten“.

Erst im normalen Tempo, dann im Speedtempo von Keil noch einmal wiederholt, trugen die MundArtisten den „Meenzer Babbel-Blues“ von Herbert Bonewitz vor und sorgten damit für Begeisterung und Zugaberufe. Genauso schön war die Auswahl der im Rhoihessischen hängengebliebenen französischen Wörter im Lied „Voulez vous Kartoffelsupp“.

Der Eintritt war frei, natürlich freute sich der Verein zum Erhalt der evangelischen Kirche Laubenheim aber über Spenden und bedankte sich dafür mit einer freien Bewirtung vor dem Konzert und in der Pause.

Autor: kga

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