In der TSG-Halle soll wieder Training möglich sein. Foto: kga

DRAIS – In der seit April für Flüchtlinge genutzten Draiser Sport- und Kulturhalle der TSG können die Betten – zumindest vorerst – zur Seite geschoben und den Sportlern aller Abteilungen so wieder Trainingsmöglichkeiten geboten werden. Für den Fall, dass neue Flüchtlinge nach Mainz kommen, wolle sich die Stadt noch eine „Notlösung“ bis Ende des Jahres vorbehalten. Diese Information von Sportdezernent Günter Beck (Grüne) und Sozialdezernent Dr. Eckhart Lensch (SPD) brachten Stadtrat Matthias Dietz-Lenssen (SPD) und Ortsvorsteher Norbert Solbach (CDU) in die jüngste Sitzung des Ortsbeirats mit. Dort hatten die Fraktionen einen gemeinsamen Antrag eingereicht, der die Öffnung der TSG-Halle für die Vereine fordert. Zugleich betonten die Fraktionen sowie der Vorsitzende der Turn- und Sportgemeinschaft, Dirk Lorenz, es sei nicht länger hinnehmbar, dass die Draiser Halle für den Sport und für Veranstaltungen geschlossen bleibe, obwohl die dort untergebrachten Flüchtlinge inzwischen ausgezogen seien. Einige Abteilungen seien in den Sommermonaten auf den Sportplatz ausgewichen, ein Dauerzustand könne das aber nicht sein. Deshalb müsse auch für die Zukunft eine andere Lösung her. Eine, die die Nutzung auch anderer Sporthallen als Übergangsunterkunft für Flüchtlinge im rotierenden System vorsehe. Die SPD forderte, man wolle mehr Transparenz, gerade wenn es um die Nutzung der Hallen für Flüchtlinge gehe.

Trotz der nun positiven Zusage, man könne die Betten vorerst zur Seite schieben, ehe Ende des Jahres die Halle endgültig wieder von der Stadt freigegeben werde, hielten die Fraktionen an ihrem Antrag fest und forderten einstimmig eine verbindliche Auskunft darüber, wie lange die Halle noch belegt ist und was gegebenenfalls als Ausweichmöglichkeit vorgehalten werde. Auch viele Draiser Vereine seien betroffen. So habe der Männer-Gesang-Verein seine 150-Jahr-Feier in diesem Jahr nicht begehen können, auch wisse der Draiser Carneval Club nicht, wie und ob er seine Fastnachtsveranstaltungen planen könne. Viele Sportler seien zudem laut Auskunft des 1. Vorsitzenden der TSG bereits aus dem Verein ausgetreten.

 

Autor: kga

Teilen
Vorheriger ArtikelGeometrische Abstraktionen
Nächster ArtikelRückschnitt am Mistweg gefordert
Diese Beiträge sind in unseren Redaktionen entstanden. Dazu sichten wir Pressemeldungen, eingesandtes Material und Beiträge von Vereinen, Organisationen und Verwaltung. Dies alles wird dann von unseren Redaktionsleitern verifiziert, bearbeitet und ansprechend aufbereitet. Oftmals ergeben sich daraus Themen, die wir dann später aufgreifen.