Start Bretzenheim Dämpfer für die Ischn

Dämpfer für die Ischn

Die SG Bretzenheim (in Blau) empfing die Handball-Luchse (in Rot). Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Die stark ersatzgeschwächte SG Bretzenheim hat ihr erstes Heimspiel in der 2. Bundesliga der Handball-Frauen verloren. Gegen die Handball-Luchse (HL) Buchholz 08-Rosengarten aus der Nordheide unterlag das mit nur 14 Spielerinnen angetretene Team von Trainerin Ildiko Barna trotz einer guten kämpferischen Leistung deutlich mit 18:24 (9:14). Dabei musste die SG auf Kapitänin Katharina Mack (Muskelfaserriss am Ellbogen), die zuletzt stark auftrumpfende Kreisläuferin Lea Helle (Studienreise) und Isa Graebling (Schulter- und Knieprobleme) sowie anfangs auch auf Carina Gangel nach ihrer Gehirnerschütterung verzichten. Die übrigen Spielerinnen wehrten sich nach vereinten Kräften, hatten aber gegen den Erstligaabsteiger aus Niedersachsen einen schweren Stand.

Trainerin Ildiko Barna hatte einiges zu besprechen. Foto: Oliver Gehrig

Die Ischn hielten in der Anfangsphase gut dagegen und verteidigten aggressiv. „Auf geht’s, Bretzenheim“, rief der Hallensprecher, um die 350 Zuschauer in der IGS-Halle zu noch mehr Unterstützung zu animieren. Das war auch notwendig, denn vor allem die wuchtige Gästespielerin Sarah Lamp machte im Rückraum ordentlich Betrieb (fünf Tore). Die SG konnte sich auf ihre stark aufspielende Torfrau Julia Wenselowski verlassen, die insgesamt 15 Paraden zeigte und auch einen Siebenmeter hielt. Eine Schwächephase der Gastgeberinnen kurz nach der Pause sorgte dann aber für die Vorentscheidung: Nach einigen Passfehlern und Unkonzentriertheiten der SG zogen die Handball-Luchse von 10:14 auf 10:18 davon. Über die Außen und am Kreis konnten sich die Ischn  diesmal kaum durchsetzen. Immerhin trafen aus dem Rückraum Josefine Schneiders (vier Tore) und die eingewechselte Carina Gangel (drei Treffer). Auch die eigentlich zurückgetretene Vanessa Weber, die kurzfristig aufgrund der Personalprobleme bereits beim ersten Auswärtsspiel eingesprungen war, steuerte drei Treffer bei. Am Ende stand der verdiente 24:18-Erfolg für die Gäste. „24 Gegentore gegen solch einen Gegner sind in Ordnung, aber 18 eigene Treffer sind zu wenig“, bilanzierte die verletzte Kapitänin Katharina Mack im Anschluss. „Die einfachen Fehler waren ärgerlich, die Mädels können aber insgesamt stolz auf ihre Leistung sein.“ Die Kapitänin hofft, beim Derby am Freitagabend beim FSV Mainz 05 wieder dabei zu sein.

 

SG Bretzenheim: Julia Wenselowski, Rixa Hahn – Anika Schmitt (2), Carina Gangel (3), Kim Maren Quetsch (3/2), Alissa Werle, Josefine Schneiders (4), Linda Bach, Ann-Sophie vom Hagen, Jana Stolle, Vanessa Weber (3), Hanna Dankwardt (1), Josi Dingeldein (2), Michelle Köhler.

 

Autor: Oliver Gehrig

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