Kreisbeigeordnete Almut Schultheiß-Lehn, Zimmermeister Markus Mei, Landrätin Dorothea Schäfer, Architekt Dirk Höhlich und EDG-Geschäftsführer Christoph Zeis. Foto: Bardo Faust/Kreisverwaltung Mainz-Bingen

INGELHEIM – Es ist Halbzeit für den Neubau des zweiten Dienstgebäudes der Kreisverwaltung Mainz-Bingen. Inzwischen steht der viergeschossige Rohbau samt Tiefgarage an der Konrad-Adenauer-Straße in Ingelheim. Vor Kurzem wurde das Richtfest gefeiert.

„Unser Neubau nimmt immer mehr an Gestalt an“, sagte Landrätin Dorothea Schäfer, die sich vor Ort bei den Planern und Bauverantwortlichen für ihren Einsatz bedankte. Architekt Dirk Höhlich betonte vor allem die Einzigartigkeit der Bauweise mit Birke und Weißtanne, die deutschlandweit – sogar europaweit – für Interesse sorgt. Der Neubau entsteht hauptsächlich in Holzbauweise und damit aus nachwachsenden und regional verfügbaren Rohstoffen. Der Kreis setzt damit ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Denn das KfW55-Gebäude erfüllt einen hohen energetischen Standard: Es benötigt nur 55 Prozent der Energie eines konventionellen Neubaus – damit werden fast 200 Tonnen Co2 im Jahr eingespart. Die Heizung wird über Kraft-Wärme-Kopplung mittels einer Holzpellet-Anlage geregelt. Heiz-/Kühl-Deckensegel sorgen für ein ausgewogenes Raumklima in den Büroräumen. „Mit diesem Projekt sind wir Vorreiter und leisten unseren Beitrag zum Klimaschutz“, so der Kreisbeigeordnete Steffen Wolf.

Der Bau liegt im Zeitplan, heißt es von der Kreisverwaltung. Der Einzug ist im Sommer 2023 vorgesehen. Der Bau wurde notwendig, weil durch die immer weitere Übertragung an Aufgaben die Belegschaft der Kreisverwaltung stetig wächst. Derzeit sind mehr als 1400 Personen beim Landkreis beschäftigt. Die geplanten Kosten, die nach derzeitigem Stand eingehalten werden, beziffert die Verwaltung auf 43 Millionen Euro. Mit rund 10 Millionen Euro fördert das Land Rheinland-Pfalz das Projekt.

 

Autor: red

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