Sabrina Grimm, hier mit Söhnchen Oskar, liegt die Zukunft des TV Laubenheim sehr am Herzen. Foto: Oliver Gehrig

LAUBENHEIM – Was passiert mit der Riedhalle? Das fragt sich TVL-Vorsitzende Sabrina Grimm, die auf Anfrage beim Sportamt erfahren hat, dass eine Sanierung der rund 30 Jahre alten Halle nicht wirtschaftlich sei und eine neue Halle gebaut werden muss. Es gebe schwerwiegende Gründe für einen Abriss und einen Hallenneubau. „Der Verein als Miteigentümer der Halle ist aber  bisher nicht über diese Gründe informiert worden“, sagt Sabrina Grimm im Gespräch mit der Lokalen Zeitung. Als Interimslösung sollen zwei mobile Hallen am benachbarten Skaterpark aufgebaut werden (wir berichteten). „Wir begrüßen es sehr, dass wir diese mobilen Hallen bekommen“, sagt die Vorsitzende im Namen der 2600 Mitglieder des TV Laubenheim. Ihr Anliegen sei es, alle Sportarten nach Laubenheim zu holen. Abriss und Neubau der Riedhalle bedeuteten aber eine lange Übergangszeit.

Die Vorsitzende würde sich wünschen, dass die neue Halle an einem anderen Standort errichtet wird, um diesen Prozess zu beschleunigen. Denkbar sei etwa, dass ein Teil der Parkplätze für den Hallenneubau verwendet wird. Sabrina Grimm gibt zu bedenken, dass die Riedhalle auch für größere Veranstaltungen wie etwa die Fastnachtssitzungen der Schwarzen Gesellen und von Ulk Laubenheim genutzt wird. „Die große Halle wurde damals mit dem Zusatz errichtet, dass sie als Bürgerhaus dienen soll“, betont die frühere Mainzer Weinkönigin, die für die CDU-Fraktion im Ortsbeirat sitzt. Das Liegenschaftsamt habe zugesagt, sich bei ihr zu melden. Alles laufe auf einen Neubau raus.

In der Interimshalle der Grundschule Laubenheim soll Rollisport angeboten werden. „Es war uns wichtig, dass wir vor Ort bleiben können.“ Inzwischen gebe es das Okay vom Grünamt, dass die Garage für die Unterbringung des Inventars verwendet werden kann und die Einheiten freitags und samstags in der Interimshalle der Grundschule stattfinden können.

Dass die ukrainischen Flüchtlinge in der Riedhalle aufgenommen werden, begrüßt die TVL-Vorsitzende. „Wir hätten es aber supergerne nicht aus der Presse erfahren.“ Nun sollen die Flüchtlinge auf Wunsch gerne in das TVL-Sportprogramm integriert werden. Grimm: „Wenn man Spiele macht, braucht man nicht dieselbe Sprache, das geht nonverbal.“ Ihr liege nicht nur der TVL, sondern der Sport im Allgemeinen sehr am Herzen. „Es ist wichtig, dass wir nach Corona das Vereinsleben aktivieren können. Das komplette soziale Leben in Laubenheim soll wieder aufleben.“

 

Autor: Oliver Gehrig

 

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.