Ortsvorsteher Norbert Solbach (CDU) übernahm den Fassbieranstich. Fotos: Claudia Röhrich

DRAIS – Die Draiser Kerb als das größte Volksfest im kleinsten Stadtteil von Mainz wurde von den Besuchern nach zwei Jahren Pause in vollen Zügen ausgelassen und fröhlich wie eh und je gefeiert. Kerb in Drais, das ist Lebensfreude pur. Jede Menge von Besuchern, die zum Teil Anreisen in Kauf nahmen von Finthen, Gonsenheim, Lerchenberg und Marienborn, feierten auf dem Dorfplatz, auf der gesperrten Seminarstraße und Ober-Olmer Straße sowie im Gastronomiebetrieb Ristorante Roseto beim traditionellem Leberklöß-Essen am Kerbemontag und Kerbedienstag.

Der Süßigkeitenstand war gut besucht.

Drei Tage lang von Freitag bis Sonntag gab es leckere Speisen und Getränke an den Ständen der Draiser Vereine. Am Freitag ab 18 Uhr war Standöffnung der Draiser Vereine und Schausteller. Um 19 Uhr übernahm Ortsvorsteher Norbert Solbach (CDU) den Fassbieranstich. Der Weinstand wurde diesmal vom Vereinsring betrieben, da der Männergesangverein Corona beklagte. Dieses Jahr gab es keinen Schießstand, Armin Schüler, der Vereinsringvorstand, war aber glücklich über einen Dosenwurfstand, der stattdessen gebucht werden konnte. Das gemischte Duo „The Limpets“ war ein Garant für Stimmung mit Rock- und Pop-Hits. Mit dem bekannten Song „Mrs. Robinson“ von Simon und Garfunkel ging es los. Am Samstag spielte die Band „Acoustic Vibes“ als musikalisches Highlight im akustischen Gewand auf. Der Sonntag begann mit dem Frühschoppen mit Almut Schwab vom Ensemble „Klezmers Techter“ am Akkordeon. Trotz Mombacher Rheinuferfest ließ es sich Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) nicht nehmen, bei der Draiser Kerb vorbeizuschauen und zu grüßen. Weiter ging’s um 17 Uhr mit einer Tanzaufführung der Gruppe „Limited Edition“, die zweite Tanzgruppe „TSA Dance Precision“ folgte danach. Das Jugend-Trommlercorps der Feuerwehrkapelle zauberte laute Wirbel und Takte auf die Trommelhaut. Gegen Abend begann das Platzkonzert der Feuerwehrkapelle.

Der Slogan „Mainz-Drais – getragen von seinen Vereinen“, ist wörtlich zu nehmen: Die Freiwillige Feuerwehr Drais, die TSG Drais 1876 und der Männergesangverein „Sängerbund 1872 Mainz-Drais“ waren viele Wochen mit den Vorbereitungen beschäftigt.

Jeder Faden gewinnt.

Als am späten Samstagnachmittag die Fahrgeschäfte öffneten, bevölkerte sich der Platz vor der katholischen Kirche schnell mit jungen Familien, kleinen Kindern und Großeltern. Wie in den Jahren vor der Pandemie gab es den Stand mit den Süßigkeiten, das Kinderkarussell und den Stand zum Fadenziehen. Gegen Abend wechselte das Publikum, nun trafen sich die Jugendlichen zunächst am Wurfstand und später am Getränkestand. Insgesamt herrschte eine harmonische, friedliche und fröhliche Stimmung bis spät in die Nacht. Der Sonntag fing mit dem Frühschoppen an und zog zunächst die Alteingesessenen an. Am Montag zum Mittagstisch strömte der halbe Stadtteil zum Leberklöße-Essen: alles frisch gekocht, gute Qualität und leckeres Essen.

Die erste Drais Kerb seit Ausbruch des Virus machte sichtlich Freude. Hier in Drais gab es ganz viele helfende Hände und so konnte die Kerb ausgerichtet werden, was heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist, wie Schüler aufzeigte. Das Fest wird in erster Linie für die Menschen im Ort ausgerichtet. Am Sonntag gab es das Kirchweihfest mit Gottesdienst. Die Kerb war ein rauschendes Fest.

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Seit Februar 2015 bin ich als freie Journalistin bei der Lokalen Zeitung tätig. Zuvor arbeitete ich nach meinem Informatikstudium viele Jahre als IT-Koordinatorin. Seit zwei Jahren bin ich als freie Journalistin im Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV) akkreditiert. Die in vielerlei Hinsicht anspruchsvollen oder originellen lokalen Veranstaltungen motivieren mich bei Recherche und Verfassen meiner Artikel.