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Mit der Tour de France ist kürzlich das wichtigste Radrennen der Welt zu Ende gegangen. Über die Jahrzehnte hat sich ein wahrer Mythos um die Rundfahrt durch Frankreich entwickelt, welcher sogar weit über die Grenzen des Radsports hinaus wirkt. Tatsächlich befindet sich der Radsport sowohl in Deutschland als auch international nach schwierigen Jahren wieder im Aufschwung. Deutlich wird dies natürlich auch Zuschauerzahlen und Einschaltquoten. Wir werfen einen Blick auf die Zahlen der vergangenen Tour und schauen, wie sich der Radsport in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Die Sportschau zieht eine positive Bilanz

Auch in diesem Jahr war die ARD in Zusammenarbeit mit dem SR wieder verantwortlich für die Berichterstattung zur Tour de France. Wie schon in den Jahren zuvor übertrugen die Öffentlich-Rechtlichen alle Etappen im Live-Stream und im Free-TV. Mit durchschnittlich 1,2 Millionen Zuschauern wurde ein Marktanteil von rund 11 % erreicht. Dementsprechend erfreut zeigte sich auch der Intendant des SR, Martin Gasmück: „Der Radsport gewinnt von Jahr zu Jahr wieder an Bedeutung und wir freuen uns sehr, dass sich so viele Menschen für die Tour de France der Männer interessiert haben“. Dabei seien nicht nur die Einschaltquoten am TV gestiegen, sondern auch das Online-Angebot von Sportschau und Co. wurde überragend angenommen.

Begleitangebot begeistert Fans und Kritik

Hier setze die Öffentlich-Rechtlichen nicht nur auf Live-Übertragungen, sondern auch auf hintergründige Berichterstattungen, Reportagen und Dokumentationen. Hervorzuheben ist die fünfteilige Doku-Reihe über Jan Ullrich. Diese wurde im Vorfeld der Tour de France ausgestrahlt und ist weiterhin in der Mediathek verfügbar. Sowohl bei den Fans als auch der Kritik wurde die Reihe überragend aufgenommen. Die Geschichte des ersten und bislang letzten deutschen Gewinner bei der Tour de France packt die Menschen bis heute.

Geschkes Bergfahrt elektrisiert die Zuschauer

Doch auch die aktuellen deutschen Fahrer sind nicht zu vernachlässigen. Einen deutschen Etappensieg gab es bei der Tour de France leider nicht zu sehen, doch dafür sorgte Simon Geschke mit seiner Rekordfahrt im gepunkteten Trikot für reges Interesse. Der Freiburger trug das Bergtrikot insgesamt neun Tage lang und avancierte damit zum deutschen Rekordhalter im Gepunkteten. Erst an der letzten großen Bergwertung musste er die Führung in dieser Kategorie abgeben. Zwar blieben die deutschen Etappenjäger um Nils Politt, Lennard Kämna und Maximilian Schachmann aus dem Team Bora-hansgrohe ohne Sieg, doch trotzdem kann die Tour de France aus deutscher Sicht als Erfolg verbucht werden. Immerhin ist es dem deutschen Rennstall gelungen, Kapitän Alexander Wlassow unter den Top-5 zu platzieren.

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Gute Quoten auch in den Nachbarländern

Doch nicht nur in Deutschland können sich die Fernsehanstalten über tolle Quoten und hohes Interesse freuen. Vor allem Dänemark erlebt derzeit einen wahren Radsport-Boom. Wie der ehemalige Weltklasse-Sprinter Robbie McEwen sein. gegenüber Betway festhält, haben die Zuschauer dies schon beim Grand Depart in Kopenhagen bewiesen. Darüber sorgt Jonas Vingegaard mit dem gelben Trikot natürlich für einen nationalen Freudentaumel. Nicht an Straßenrändern sammelten sich Millionen von Dänen, um dem Peloton zuzujubeln, auch im TV sorgte die Tour de France für absolute Rekorde. Während der ersten Etappen schalteten über 80 % der Dänen ein! Solche Quoten hat nicht einmal die dänische Fußball-Nationalmannschaft erreicht.

Der Radsport befindet sich sowohl in Deutschland als auch im Ausland auf einem gutem Weg!

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