Die Fairtrade-Botschafterinnen- und Botschafter des SMG fragen nach: Wie wird Nachhaltigkeit in Ingelheimer Geschäften umgesetzt? Foto: Stadtverwaltung Ingelheim

INGELHEIM – Einkaufen ohne Verpackungsmüll? Wo finde ich in Ingelheim nachhaltige oder fair gehandelte Produkte? Welche Restaurants haben vegane Gerichte im Angebot oder verwenden regionale und Bio-Zutaten? Wo finde ich Unterstützung beim Reparieren von Gegenständen, statt sie in den Müll zu geben?

Diese Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler des Sebastian-Münster-Gymnasiums gestellt. Angeführt von der Schülerin Zoe Chien hat sich Mitte Mai eine Gruppe der Fairtrade School aufgemacht und Ingelheimer Gewerbetreibende zu ihrem Angebot und Produktsortiment befragt. Dabei wurden Fairtrade- und Bio-Siegel diskutiert, Pfandsysteme begutachtet und auch nach weiteren nachhaltigen Aspekten gefragt, wie die Unterstützung der Tafeln. So hat die Schul-AG eine gute Grundlage für den Nachhaltigkeits-Stadtplan „MappING“ geliefert, der nach Fertigstellung an öffentlichen Orten zur kostenfreien Mitnahme ausgelegt wird. Auch eine Online-Variante ist in Planung.

 

„Die Anlaufstellen für nachhaltiges Leben und Konsumieren in Ingelheim sollen einen Überblick über die Angebote in unserer Stadt darstellen“, erklärt Oberbürgermeister Ralf Claus, der sich über das Kooperationsprojekt freut. Ideengeberin Annika Kersting, Vorsitzende des Vereins Nachhaltiges Ingelheim e.V., betont: „Nachhaltigkeit in den Alltag zu integrieren, ist leichter als gedacht. MappING soll dazu anregen, es einfach mal auszuprobieren.“ Zu den Kooperationspartnern gehören außerdem die Fairtrade Town-Initiative Ingelheim sowie die Fairtrade-Botschafterinnen und -Botschafter des Sebastian-Münster-Gymnasiums unter der Leitung der Lehrerinnen Julia Gutzler und Rebecca Feß.

 

„Eine solche Karte kann zum Überdenken der eigenen Konsum- und Lebensgewohnheiten im Sinne der Agenda2030 motivieren“, so Antonia Weßling, Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik bei der Stadtverwaltung.

 

Bis Jahresende soll der Ingelheimer Stadtplan für Nachhaltigkeit fertig sein und die Kategorien wie Bio, Regional, Fair, Unverpackt, Wochenmärkte und Hofläden, Gastronomie, Pfandsystem, Anziehen, Kleiden sowie Ingelheimer Marken, Nachhaltige Mobilität, Tauschen, Teilen, Reparieren und nicht zuletzt Inklusionsbetriebe abbilden.

Jetzt sind Ingelheimer Bürgerinnen und Bürger und Dienstleistende gefragt. Vorschläge können bis 11. September 2022 per Mail an fairtrade@ingelheim.de eingereicht werden. Weitere Informationen erteilt Antonia Weßling unter gleichen E-Mail. Hier können auch eigene Ideen für Nachhaltigkeits-Projekte oder Interesse an einer Beteiligung gemeldet werden.

 

Autor: red

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