Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) hisst die grün-weiße Flagge. Foto: Claudia Röhrich

MAINZ Alljährlich weht am 8. Juli. neben dem Mainzer Stadthaus die Flagge in Grün und Weiß des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace. Mit der Aktion in diesem Jahr zeigen mehr als 500 deutsche Städte ihre Solidarität mit der Ukraine.

Weltweit gibt es mehr als 13.000 Atomwaffen. Jede einzelne kann Millionen Menschen töten, radioaktiv verstrahlen und noch viele Generationen später Krebs und Erbkrankheiten auslösen. Dazu Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD): „Die Fahne hängt dieses Jahr schon seit Kriegsbeginn. Wir treffen uns, weil Krieg in Europa ist, aktuell in der Ukraine und weil das gegenseitige Aufrüsten ein Thema ist. Die nukleare Bedrohung Russlands ist ein Tabubruch. Die atomare Androhung ist so präsent wie lange nicht mehr.“ Er dankte den Vertretern der Friedensinitiativen für ihr Engagement.

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Dem weltweiten Netzwerk gehören mehr als 8.170 Städte an, darunter mehr als 830 Städte in Deutschland. Wolfgang Schäfer für die Friedensbewegung von der Internationalen Versöhnungsbund, Ortsgruppe Mainz, sagte: „1985 folgte mit der Flagge für den Frieden Mainz auf die Stadt Hannover und trat der Vereinigung bei“. Am Flaggentag wird an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996 erinnert. Seit 2011 findet der Flaggentag jedes Jahr statt.“

Er zitierte ein damaliges Opfer aus Hiroschima, und machte dadurch seine schrecklichen Erlebnisse erlebbar. „Die atomare Bedrohung steht so lange wie schon lang nicht mehr. Ziel wäre Abschaffung der Atomwaffen Lager.“

Ebling hisste erwartungsfroh die grün weise Fahne. Mit dem Aufziehen der Flagge appellieren die Bürgermeister angesichts der aktuellen Lage auf der Welt, weltweit die nukleare Abrüstung voranzutreiben und sich für eine friedliche Welt einzusetzen.

 

Autor: Claudia Röhrich

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Seit Februar 2015 bin ich als freie Journalistin bei der Lokalen Zeitung tätig. Zuvor arbeitete ich nach meinem Informatikstudium viele Jahre als IT-Koordinatorin. Seit zwei Jahren bin ich als freie Journalistin im Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV) akkreditiert. Die in vielerlei Hinsicht anspruchsvollen oder originellen lokalen Veranstaltungen motivieren mich bei Recherche und Verfassen meiner Artikel.