Die Schrauber Malik Bayramov (l.) und Jürgen Michel. Foto: Claudia Röhrich

FINTHENIn der Fahrradwerkstatt am Mehrgenerationenhaus (MGH) „Römerquellentreff“ im Sertoriusring 31 fand jetzt ein Öffnungstermin statt, schon zum dritten Mal seit der Gründung. Geöffnet ist immer am letzten Mittwoch im Monat. Das Diakonische Werk Rheinhessen, vertreten durch Katharina Aesche, bietet Beratungen in verschiedenen Arbeitsbereichen im Haus an und koordiniert die Veranstaltungen. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich. Sie verfügen über ein behindertengerechtes WC. Die Diakonie sowie der Römerquellentreff . unterstützen die Arbeit des Hauses finanziell und durch ehrenamtliche Mitarbeit. Gesucht werden ein oder mehrere Ehrenamtliche, die bei der Fahrradwerkstatt im MGH Römerquellentreff aushelfen.

„Wir sind die Schrauber, die einfachen Dinge gehen immer, die Mäntel sind richtig porös am Fahrrad von Singh Birendras, dem Leiter der Schrauber“, meinte Jürgen Michel völlig verdutzt. Vorsitzender des Fördervereins Römerquellentreff ist Werner Baumgärtner, Stellvertretender Vorsitzender ist Birendra Singh. Beide sind  leidenschaftliche Schrauber und mit viel Herzblut dabei. Die Fahrradwerkstatt finanziert sich vor allem aus Spenden und benötigt Geld für die Beschaffung von Ersatzteilen. Viele Menschen erkennen, dass angesichts von Corona das Fahrrad ein Mittel ist, der Ansteckungsgefahr in öffentlichen Verkehrsmitteln zu entgehen. Deshalb ist der Service der Fahrradwerkstatt in diesen Zeiten umso wichtiger, da insbesondere Menschen mit geringem Einkommen von den wirtschaftlichen Folgen durch Corona betroffen sind. Die Fahrradwerkstatt hatte ihren Betrieb zunächst stark eingeschränkt. Wegen der Abstandsregel wurden die Reparaturarbeiten nicht gemeinsam mit Kunden durchgeführt. Kleine Reparaturen wurden durchgeführt wie Schlauch reparieren oder wechseln, die defekte Beleuchtung korrigieren oder  Bremsbeläge tauschen.

Alle Bürger sowie Kinder und Jugendliche waren herzlich eingeladen, ihre Fahrräder mit Unterstützung „sommerfest“ zu machen. Die Fahrräder konnten zusätzlich auch auf ihre Verkehrstüchtigkeit geprüft werden. Größere Reparaturen konnten nicht vorgenommen werden. Ersatzteile mussten selbst mitgebracht werden. Ziel der Aktion ist – neben der Hilfe bei Reparaturen – zu zeigen, wie wichtig verkehrssichere Fahrräder im Straßenverkehr sind. Ehrenamtliche Mitarbeiter, die fachkundig sind, boten Reparaturen an alten Fahrrädern an, die die Finther mitgebracht hatten. Ein Prinzip der Werkstatt ist es, dass die Besitzer der Räder selbst bei der Reparatur mithelfen. Die Werkstatt ist kein Dienstleistungsbetrieb, sondern soll Kontakte ermöglichen.

 

Autorin: Claudia Röhrich

Teilen
Vorheriger ArtikelBrunnebutzer spenden an ukrainische Familien
Nächster ArtikelViele Angebote waren zu testen
Seit Februar 2015 bin ich als freie Journalistin bei der Lokalen Zeitung tätig. Zuvor arbeitete ich nach meinem Informatikstudium viele Jahre als IT-Koordinatorin. Seit zwei Jahren bin ich als freie Journalistin im Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV) akkreditiert. Die in vielerlei Hinsicht anspruchsvollen oder originellen lokalen Veranstaltungen motivieren mich bei Recherche und Verfassen meiner Artikel.