Jaimie Lau, Tierpflegerin im Gonsenheimer Wildpark, lässt die beiden jungen Steinmarder in ihr neues Gehege frei. Foto: Claudia Röhrich

GONSENHEIM – Zwei Steinmarder sind in das neu gestaltete ehemalige Kleintiergehege im Wildpark eingezogen. Steinmarder sind die am zahlreichsten auftretende Marderart in Europa und halten sich auch gern als Kulturfolger (Pflanzen- oder Tierart, die in der Nähe menschlicher Ansiedlungen günstige Lebensbedingungen für sich findet) in der Nähe von Personen auf. 

Sie leben in Scheunen oder Ställen und gehen auch zuweilen keck auf die Jagd in Hühnerställen. Marder haben scharfe Sinne, gute Ohren, eine feine Nase, und dazu die spitzen Zähne eines Raubtiergebisses. Die beiden jungen Brudertiere wurden als Findeltiere in einer Auffangstation abgegeben, mit der Flasche aufgezogen und erblicken nun im Wildpark ihr neues Gehege. 

Der Bau des Geheges wurde durch den Förderverein Wildpark in Höhe von fast 10.000 Euro unterstützet. Durch die Öffnung der Zaunanlage können die Tiere nah durch die neue Glasscheibe, getrennt von einem Geländer, von den Besuchern beobachtet werden. 

Neben Versteck- und Schlafplätzen in einer extra Holzhütte bietet das Gehege auch viele Kletter- und Schaukelmöglichkeiten in holen Baumstämmen. Gründezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) stellte die Marder-Sprösslinge gemeinsam mit Manuela Müller-Horn, Vorsitzende des Fördervereins Wildpark, vor. Das Gebäude hat ein Satteldach mit schwarzen Bitumenschindeln erhalten, die Wände sind aus Stahl und Drahtgitter oder Stahl und Glasscheibe kreiert, es macht an sich für ein Tiergehege eine elegante Erscheinung. 

Alles ist fertig, nur die Schilder und die beiden Namen der Marder fehlen noch. Müller-Horn: „Der Förderverein wurde vor 20 Jahren gegründet, es wird sehr viel gespendet, um die 200.000 Euro“. Norbert Rudloff, Abteilungsleiter im Grünamt sagte: „Es gibt noch mehr zu bauen, z.B. für die bedrohten Hühner. Insgesamt hat der Neubau zweieinhalb Jahre Bauzeit angedauert, inklusive einer Verzögerung, und nach zahlreichen Arbeitsstunden war es endlich so weit.

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Seit Februar 2015 bin ich als freie Journalistin bei der Lokalen Zeitung tätig. Zuvor arbeitete ich nach meinem Informatikstudium viele Jahre als IT-Koordinatorin. Seit zwei Jahren bin ich als freie Journalistin im Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV) akkreditiert. Die in vielerlei Hinsicht anspruchsvollen oder originellen lokalen Veranstaltungen motivieren mich bei Recherche und Verfassen meiner Artikel.