Landrätin Dorothea Schäfer und Erster Kreisbeigeordnete Steffen Wolf (hinten Mitte) machten sich ein Bild vom Stand des Neubaus für die Kreisverwaltung. Der Betonbau ist fast fertig, jetzt sind die Tragkonstruktionen und Decken aus Holz an der Reihe.

INGELHEIM – Etwa 810 Holzstützen, rund 790 Holzunterzüge, etwa 2200 Quadratmeter Holzdecken in der Stärke von 20 Zentimetern – Rahmendaten für ein ambitioniertes Projekt, das derzeit in der Konrad-Adenauer-Straße in Ingelheim entsteht: das neue Dienstgebäude für die Kreisverwaltung Mainz-Bingen.

Nachdem der Betonbau der Treppenaufgänge nahezu fertig ist, werden derzeit die Tragkonstruktionen und die Decken eingebaut. Im Juli sollen die Fassaden folgen. Der Bau liegt im Zeitplan, der Einzug ist im Sommer 2023 vorgesehen – bei geplanten Kosten in Höhe von 43 Millionen Euro.

Ganz abgeschlossen ist der Rohbau derzeit noch nicht, es laufen noch einige Arbeiten im Bereich zur Max-Planck-Straße hin. Zudem muss der große Kran auch noch abgebaut werden. Danach folgt der Verschluss der Tiefgaragendecke in diesem Bereich. Die Tiefgarage ist somit weitestgehend fertig, derzeit laufen noch Arbeiten an der Zufahrtsrampe der Tiefgarage.

Der Neubau kommt sichtlich voran. Fotos: Kreisverwaltung/Bardo Faust

Notwendig wurde der Neubau, weil durch die immer weitere Übertragung an Aufgaben die Belegschaft der Kreisverwaltung stetig wächst – derzeit sind mehr als 1400 Personen beim Landkreis beschäftigt. Im Neubau werden am Ende mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Platz finden, hauptsächlich aus denjenigen Abteilungen, die wenig Publikumsverkehr haben.

Im fast 30 Jahre alten bisherigen Kreishaus, das nach dem Umzug auf die Belange der einziehenden Organisationseinheiten angepasst wird, sollen dann die stark frequentierten Abteilungen untergebracht werden. „Uns war hier die Bahnhofsnähe wichtig, damit zum Beispiel die sozialen Bereiche, das Jobcenter oder die Kreisvolkshochschule auch weiterhin gut erreichbar sind“, sagte Landrätin Dorothea Schäfer bei einem Rundgang auf der Baustelle.

Die Tragkonstruktion (Stützen, Unterzüge) wird in Brettschichtholz aus Laubholz, die Decken in Brettsperrholz aus Nadelholz ausgeführt. Die vorgehängte Fassade besteht aus einer Holzrahmenkonstruktion mit 400 Einzelelementen. Die Deckschicht der vorgehängten Fassade ist in vorgegrauter Weißtanne geplant. Sie soll naturbelassen altern.

 

Autor: red

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