Die Feuerwehrwagen standen am Tag der Feuerwehr für neugierige Blicke offen. Foto: kga

HECHTSHEIM – Mit Schauübungen, einem Platzkonzert, Kinderunterhaltung sowie einem  Nachmittagskaffee mit unzähligen selbst gebackenen Kuchen- und Tortenspenden, dem traditionellen Spießbraten und Dämmerschoppen feierte nun nach zweijähriger Corona-Zwangspause erstmals wieder die Freiwillige Feuerwehr Hechtsheim ihren „Tag der Feuerwehr“ rund ums Gerätehaus in der Talstraße. Bei herrlichem Sonnenschein ließen es sich die Gäste und die Mitglieder der Feuerwehr an zwei Tagen bis in den späten Abend hinein gut gehen, saßen zum Plausch an den zahlreichen Tischen und Bänken im Freien oder unter Schirmen beieinander oder lauschten der Musik der Feuerwehrkapelle Drais. Als besondere Gäste durften die Organisatoren – der Förderverein der Feuerwehr Hechtsheim sowie die Aktive Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hechtsheim – auch Oberbürgermeister und Brandschutzdezernent Michael Ebling sowie Finanzministerin Doris Ahnen begrüßen.

Die Draiser Feuerwehrkapelle spielte in Hechtsheim auf. Foto: kga

Für die kleinen Gäste war eine Hüpfburg aufgestellt, außerdem konnten diese sich an der Wasserspritze im Zielscheibentreffen üben. Und begeistert nahmen insbesondere die jungen Gäste das in unmittelbarer Nähe zu einem historischen Pumpenwagen abgestellte hochmoderne Löschfahrzeug in Beschlag, das dafür extra an der Straße geparkt worden war. Sämtliche Klappen und Türen waren geöffnet, sodass die gesamte Ausrüstung, mit der ein solcher Wagen bestückt ist, zu sehen war, und natürlich durften sich die Kinder auch mal hinter das Steuer setzen und für einen Moment das Gefühl genießen, selbst der Fahrer dieses großen Wagens zu sein. Am Sonntagmorgen gestaltete die Feuerwehr den Gottesdienst in St. Pankratius, wobei sie bereits dort musikalisch von der Feuerwehrkapelle Drais unter dem Dirigat von Jürgen Haller begleitet wurden. Mittags spielten die Musiker der befreundeten Draiser Feuerwehr dann auf dem Platz hinter dem Gerätehaus mit Märschen, Pop, Filmmelodien, Walzer und Polka auf.

Mit Spannung erwartet wurden wieder die Schauübung der Jugendfeuerwehr am Samstag sowie die Vorführungen der aktiven Einsatztruppe am Sonntag. Unter der Leitung von Jugendwart Daniel Mallon trainierte die Jugendfeuerwehr (10 bis 16 Jahre) im Hof der Frühlingsschule einen Löschangriff mit zwei Fahrzeugen und die Rettung von Personen aus dem Gebäude. Als „Verletztendarsteller“ hatten sich hierzu die sechs- bis zehnjährigen Mitglieder der Kinderfeuerwehr in der Schule „versteckt“, in der die jungen Wehrmänner sie finden und bergen mussten. Parallel zur Menschenrettung wurden Schläuche auf dem Hof ausgerollt und ein Brandangriff über C-Rohre vorgenommen.  Am Sonntag ging es nach Information von Wehrführer Sebastian Nolte bei den Vorführungen der aktiven Einsatztruppe um die Frage, wie ein Feuerwehrmann zum Einsatz ans Gerätehaus kommt und wie er es schafft, sich in gerade mal einer Minute in einen voll ausgestatteten Brandbekämpfer zu verwandeln. Wer es bis dahin nicht wusste: Deshalb stecken die Stiefel des Feuerwehrmannes immer schon in den Hosenbeinen seiner Latzhose, damit er mit einem Sprung hinein direkt beides überziehen kann und so wertvolle Zeit spart.

Die Feuerwehr informierte und beantwortete zahlreiche Fragen. Die Jugendfeuerwehr ist das Nachwuchsbecken der aktiven Feuerwehr und trifft sich in Hechtsheim immer mittwochs von 18 bis 20 Uhr am Gerätehaus. Die Kinderfeuerwehr mit derzeit 20 Mitgliedern und sechs Betreuern trifft sich einmal im Monat am Gerätehaus, um sich spielerisch mit dem Thema Feuer und Feuerwehr zu befassen. Hier ist die Nachfrage so groß, dass es derzeit eine Warteliste gibt. Die aktive Einsatzmannschaft besteht aktuell aus 49 Einsatzkräften. Im vergangenen Jahr rückten die ehrenamtlichen Kräfte zu über 120 Einsätzen aus, darunter auch mehrere Einsätze bei der Flutkatastrophe im Ahrtal.

Teilen
Vorheriger ArtikelPflegefachfrau werden – sinnvoller Beruf mit Zukunft
Nächster ArtikelVerdiente Jubilare ausgezeichnet
Diese Beiträge sind in unseren Redaktionen entstanden. Dazu sichten wir Pressemeldungen, eingesandtes Material und Beiträge von Vereinen, Organisationen und Verwaltung. Dies alles wird dann von unseren Redaktionsleitern verifiziert, bearbeitet und ansprechend aufbereitet. Oftmals ergeben sich daraus Themen, die wir dann später aufgreifen.