Der Projektchor der Sängervereinigung aus Finthen rockt. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

FINTHEN – Die Sängervereinigung 1856 bricht mit Rock in die Zeit nach Corona auf. Vor Kurzem hat der Verein den Startschuss für ein Projekt gegeben, das die Chormusikliebhaber von einem 165 Jahre jungen Chor nicht zwingend erwarten würden. Mit dem Projektchor „Rocksingers“, der unter der Leitung von Fritz Brändle steht, gönnt sich der Verein zugleich eine Verjüngungskur und macht sich für die Zukunft fit. 

„Es war eine gemeinsame Idee“, sagt der musikalische Leiter. Als Inspirationsquelle diente nicht zuletzt die Rockband Måneskin, die 2021 den Eurovision Song Contest gewonnen habe, erinnert er sich.

Nachdem der Vorstand die Idee durch Werbung und Plakate im Stadtteil bekannt gemacht hatte, wurden seine Mitglieder vom Zuspruch durchaus überrascht, berichtet Vorsitzende Monika Schnell. Die E-Mails mit Anfragen und Interessenbekundungen füllten das Postfach. Kein Strohfeuer: Zur ersten Probe im Bürgerhaus erschienen rund 40 Sängerinnen und Sänger. „Wir haben uns mit dem Projektchor neu aufgestellt.“ 

Die Vereinsmitgliedschaft wird von den Teilnehmern nicht erwartet. Das Projekt soll im Herbst in einem Konzert mit instrumentaler Begleitung gipfeln. Freilich hoffe der Vorstand, dass sich der ein oder andere Chormitglied der Sängervereinigung anschließt. 

Zum Repertoire hat der musikalische Leiter bekannte Hits der englischsprachigen Rockmusik wie „Born In The USA“ von Bruce Springsteen, „Highway to Hell“ von AC/DC, „It’s My Live“ der Gruppe Bon Jovi, oder den Hard-Rock-Song „Smoke On The Water“ von Deep Purple. Einzuüben planen „Rocksingers“ etwa zehn bis 15 Stücke. 

„Jetzt schauen wir mal, was auf uns zukommt“, sagt der Dirigent. Die Corona-Zeit habe der Verein mit dem gemischten Chor ohne markante Verluste überstanden, fügt er hinzu. „Wir haben auch ständig etwas dafür gemacht.“ Für die Online-Singproben sprangen „viele über den eigenen Schatten“, erzählt er, „und sich beispielsweise mit der dem Internet und der Technik bekannt gemacht“. Dazu kam die Flexibilität, mit der die Sängerschaft etwa auf dem Layenhof, dem Sport- oder Reitplatz geprobt und so gemeinsam gearbeitet habe. 

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Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.