Der Weisenauer Friedhof soll bis Jahresende eine neue Grabanlage erhalten. Foto: Oliver Gehrig

WEISENAU – Bis Ende des Jahres soll der Weisenauer Friedhof eine neue Grabanlage erhalten. Einzelheiten stellte Sebastian Trüb, Abteilungsleiter Friedhof und Bestattung bei der Friedhofsverwaltung, jetzt im Ortsbeirat vor. Dabei zeigte er sich offen für Anregungen der Bürgervertreter.

Trüb stellte zunächst heraus, dass in Weisenau im vergangenen Jahr Urnenbestattungen 72 Prozent der Bestattungen ausmachten, Erdbestattungen nur 28 Prozent. Der Anteil der pflegefreien Grabstätten betrage 57 Prozent. Allerdings seien in Weisenau aktuell keine freien Kolumbarien vorhanden und nur noch wenige Erdrasengräber. Das mache nun die Realisierung einer neuen Grabanlage auf einer größtenteils leer stehenden Friedhofsfläche in Nähe des Bettelpfades notwendig. 288 Kolumbarien für je zwei Urnen, 128 Baumreihengräber, 64 Baumwahlgräber und zehn Erdrasengräber seien dort vorgesehen. Zwei noch aktuelle Gräber auf diesem Areal blieben an Ort und Stelle. Mit der neuen Anlage sei die Nachfrage für zehn Jahre gedeckt, so Trüb. Drei Ahornbäume müssten gefällt werden, dafür würden 16 junge Bäume – Robinien und Kupferfelsenbirnen – neu gepflanzt. Als Bodendecker seien Riesenlauch und Storchenschnabel vorgesehen. Vor jeder Kolumbarie würden Rücken-an-Rücken-Bänke errichtet. Die Einfassungen der Grabstätten seien aus Aluminium geplant.

Der Ortsbeirat hatte einige Wünsche und Ergänzungen. Annette Wöhrlin (SPD) stört sich an den zwei Kolumbarien, die in der Mitte der Anlage geplant sind. Diese sollten besser an den Rand verlegt werden oder wegfallen. Die Einfassungen sollten besser aus Naturstein sein, weil das freundlicher sei. Herbert Egner (FDP) bekräftigte, dass die zwei Kolumbarienwände in der Mitte die Blickachsen verstellten. Trüb sagte zu, dass diese zwei störenden Kolumbarienwände dann nicht errichtet und dafür zusätzliche Grünflächen angelegt werden. Die Zusatzkosten für Naturstein statt Aluminium bei der Einfassung sollen überprüft werden. Der Ortsbeirat zeigte sich mit den Änderungen einverstanden. „Die ganze Grabanlage hat dann etwas mehr Luft“, bekräftigte Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD). „Das ist ein guter Kompromiss.“

 

Autor: Oliver Gehrig

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