Sperrmüll ist seit Jahren ein Ärgernis in Mombach – wie hier im Westring. Oft wird der Sperrmüll einfach abgestellt, aber nicht zur Abholung beim Entsorgungsbetrieb angemeldet. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

MOMBACH – Wilde Sperrmüll-Ansammlungen sind seit Jahren ein Problem in einigen Mombacher Wohngegenden. Die Freien Demokraten wünschen sich nun, dass die Entsorgungsbetriebe in Wohngegenden mit auffälliger Müllproblematik gezielt und zugleich regelmäßig über die richtige Müllentsorgung informiert – auch mit mehrsprachigem Informationsmaterial. „Jeder Haushalt in Mainz kann viermal pro Jahr kostenlos Sperrmüll anmelden“, so Michael Ziegler (FDP), „aber es scheint offenbar einen signifikanten Teil der Leute zu geben, die das nicht wissen.“. Also sei es sinnvoll, in Gegenden, in denen häufig unangemeldeter Sperrmüll herumliegt, die Anwohner anzusprechen und bei Bedarf auch mit mehrsprachigen Flyern zu versorgen, sagt er. Denn neben dem unschönen Aussehen des wilden Sperrmülls im Stadtbild verursache er auch hygienische Probleme. Zudem sorge unsachgemäß entsorgter Müll für hohe Kosten und reduziere die Möglichkeiten des Recyclings. 

Der Ortsbeirat stimmte dem FDP-Antrag einstimmig zu – auch wenn es Bedenken gab, dass sich das Problem dadurch lösen lässt.

Die Information der Bewohner könne höchstens eine Teillösung sein, machte unter anderem Angar Helm-Becker (Grüne) deutlich. Denn Anwohner hätten schon häufiger beobachtet, dass Fremde über Nacht ihren ausgedienten Hausrat vor Mombacher Mehrfamilienhäusern abstellen. „Das ist nicht allein eine Frage der Unwissenheit, es ist eben einfacher, den Müll einfach hinzustellen“, ist auch Karin Liebert (CDU) überzeugt. Eleonore Lossen-Geißler (SPD) betonte, dass der Entsorgungsbetrieb an dem Phänomen „verzweifle“ und schon seit Jahren mit Flyern und auf der Homepage in vielen Sprachen über die korrekte Müllentsorgung informiere. „Aber es gibt ja auch Leute, die ihr Zeug ins Unterfeld fahren, obwohl es vor der Haustür abgeholt wird.“ 

Die Mombacher Schulen haben inzwischen ihren Bedarf im Rahmen des Digitalpakts Schule beantragt, teilte Schuldezernent Eckart Lensch auf Anfrage der FDP mit. Bei der  Grundschule Pestalozzischule beträgt die beantragte Summe rund 167.000 Euro, die Grundschule Am Lemmchen hat rund 214.000 Euro beantragt. Welchen Bedarf der Teilstandort der Lenneberg-Realschule plus angemeldet hat, sei der Stadt nicht bekannt, da dies über die Verbandsgemeinde Budenheim als Schulträger laufe. 

Im Mombach besteht nach Angaben von Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) eine nahezu flächendeckende Versorgung mit Breitbandanschlüssen von mindestens 100 Megabit pro Sekunde Downloadgeschwindigkeit. Dies zeige der Breitbandatlas der Bundesnetzagentur, so Matz. Glasfaserhausanschlüsse sind dagegen in Mombach nach Kenntnissen der Verwaltung kaum vorhanden. Für die gesamte Stadt Mainz liege dieser Wert laut Breitbandatlas bei nur sechs Prozent. Die Telekom habe die Stadt jedoch informiert, dass sie 2022 mit dem Glasfaserausbau in Teilbereichen von Mombach beginnen wolle, so Matz.

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