Große Freude bei der Vorstellung des Buchs zum römischen Theater. Foto: Bonewitz

OBERSTADT Es zählt ganz sicher zu den bedeutendsten römischen Relikten in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt: das größte römische Bühnentheater nördlich der Alpen am Fuße der Zitadelle in der Mainzer Altstadt. 

Grund genug, dem Mainzer Römischen Theater eine eigene Publikation zu widmen, die jetzt im Verlag Bonewitz erschienen ist und in Anwesenheit der Mainzer Kulturdezernentin Marianne Grosse im Citadelle Café vorgestellt wurde. Autor ist der Mainzer Journalist Bernd Funke, der seit Jahrzehnten die Entwicklung des Bühnentheaters begleitet hat. Auf 192 Seiten zeichnet er den spannenden Werdegang des Theaters nach, stellt die Protagonisten vor, lässt Mitstreiter zu Wort kommen und zeigt auf, welche Wege zur Bewahrung dieses einzigartigen Zeitdokuments möglich sind und wie das größte römische Bühnentheater nördlich der Alpen gerettet werden kann.

Tatsächlich wurde das größte römische Bühnentheater nördlich der Alpen in den letzten 120 Jahren bereits zweimal ausgegraben. Doch für den ersten Fund zwischen 1914 und 1916 in den Wirren des Ersten Weltkriegs gab es weder ausreichend öffentliches Interesse noch die finanziellen Mittel, so verschwand das Theater wieder buchstäblich in der Versenkung. 

Als der damalige Landesarchäologe, Dr. Gerd Rupprecht, 1997 erneut auf die Überreste des imposanten Bühnentheaters stieß, löste seine Wiederentdeckung eine Welle der Begeisterung aus. Und die Ausmaße sind wahrlich gigantisch. Allein der Zuschauerraum wölbte sich auf rund 116 Meter Breite und die Bühne maß 42 Meter. Unzählige Helferinnen und Ehrenamtliche, Archäologinnen und Sponsoren brachten die Reste des römischen Relikts an die Oberfläche. 

Oberbürgermeister Michael Ebling dankt in seinem Vorwort zum Buch den vielen Mainzer Bürgerinnen und Bürgern, die ihren Teil dazu beigetragen haben, das Theater freizulegen und zu sanieren. Vor allem auch dem Mainzer Mäzen Stefan Schmitz, dessen Unterstützung in vielen Bereichen unserer Stadt Anstöße gab und Maßnahmen ermöglichte, dazu zählt auch die Herausgabe dieses Buches.

Das Buch hat 192 Seiten, über 160 Abbildungen und kostet 24,80 Euro.

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