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Ziel vieler Menschen ist der Hauskauf als Teil der Altersvorsorge. Doch was geschieht, wenn ein zu großes Haus im Alter zur Belastung wird oder das Vermögen in der Immobilie steckt, aber eine niedrige Rente das Leben erschwert?

Die Immobilienleibrente kann hier eine sinnvolle Möglichkeit sein, Kapital aus der Immobilie zu nutzen. Doch was ist eine Immobilienleibrente, wie wird diese berechnet und welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus diesem Modell?

Was ist die Immobilienleibrente und wie funktioniert sie?

Eine Immobilienleibrente ist eine Unterkategorie der Immobilienrente und ermöglicht einen Hausverkauf mit bleibendem, lebenslangen Wohnrecht im Tausch gegen eine lebenslange Rente.

Während die Immobilienleibrente im europäischen Ausland zu den gängigen Modellen gehört, weiß in Deutschland kaum jemand, was unter dem Begriff zu verstehen ist. Immobilienexperten unterstützen Hausbesitzer dabei, Teile des Immobilienvermögens umzulegen und von einer monatlich höheren Rente zu leben. Weitere Informationen finden Interessierte hier: Deutsche-teilkauf.de/immobilienrente/die-immobilienleibrente.

Voraussetzungen für die Immobilienleibrente

Von der Immobilienleibrente profitieren in der Regel Menschen ab einem Alter von 55 Jahren. Da die Leibrente bis zum Tod ausgezahlt wird, halten Anbieter ihr finanzielles Risiko so gering. Zudem darf die Immobilie nicht mit einer Grundschuld belastet sein. Auch der Wert der Immobilie spielt eine Rolle.

Gründe für eine Leibrente

Die Leibrente richtet sich vor allem an Menschen, die keine Kinder hinterlassen und nicht finanziell durch diese abgesichert sind. Fehlt dann noch Vermögen zur Finanzierung der Lebensumstände im Alter, lohnt es sich, über die Option der Leibrente nachzudenken. Denn so kann Kapital aus der Immobilie herausgelöst werden.

Zudem möchten viele Menschen ohne Erben nach dem Tod kein Vermögen hinterlassen. Hier empfiehlt es sich, das bestehende Vermögen aufzubrauchen.

Ausschlaggebend kann auch die Instandhaltung einer Immobilie sein. Wenn diese zur Belastung wird und der Hauseigentümer seine Immobilie zunehmend als Überforderung wahrnimmt, gleichzeitig jedoch finanzielle Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts fehlen, ist die Immobilienleibrente die richtige Wahl.

Auch die Sorge um den Partner kann eine Rolle spielen. Wer sich Gedanken macht, ob der Ehepartner nach dem eigenen Ableben abgesichert ist, kann diesen durch die Immobilienleibrente unterstützten. Ein lebenslanges Wohnrecht erhält dieser trotzdem.

Wie berechnet sich die Leibrente?

Bei der Berechnung der Immobilienleibrente ist der Leibrentenfaktor zu berücksichtigen. Dies hat zur Folge, dass die monatliche Rente steigt, je älter eine Person ist.

Der Rentner profitiert, wenn er länger lebt als die deutsche Durchschnittsperson oder im Falle einer Inflation. Denn dann steigt seine Rente. Zudem entscheidet der Wert der Immobilie über den ausgezahlten Betrag. Auch das Geschlecht wird in die Kalkulation mit einbezogen.

Vor- und Nachteile der Immobilienleibrente

Der Verkäufer profitiert in vielen Punkten von der Immobilienleibrente: Statt seinen Lebensunterhalt bei fehlendem Kapital durch Kredite zu finanzieren und sich im Alter zu verschulden, kann die Immobilie genutzt werden, um die Rente zu erhöhen.

Das lebenslange Wohnrecht ist trotzdem gegeben und so muss sich der Hausbesitzer nicht auf eine neue Situation in einer anderen Wohnsituation einlassen. Er verbleibt in seinem gewohnten Umfeld, unter den bekannten Nachbarn und in dem Haus, das er sein Zuhause nennt.

Der Käufer hat den Vorteil, dass er den Kaufbetrag nicht sofort zahlen muss. Ein Darlehen ist so nicht nötig, sondern er erwirbt eine Immobilie durch monatliche Zahlungen.

Nachteile ergeben sich für den Verkäufer, indem er seinen gewohnten Lebensstandard aufgibt und sich nicht länger als Hausbesitzer definieren kann. Der Käufer dagegen zahlt einen höheren Kaufpreis als vereinbart, wenn der Verkäufer länger lebt als berechnet. Zudem kann er die Immobilie entweder gar nicht oder nur teilweise bis zu dessen Tod nutzen.

 

Fazit

Die Immobilienleibrente ist eine der bekanntesten Formen der Immobilienverrentung und ermöglicht den Tausch einer Immobilie gegen eine höhere monatliche Rente. Die Rente wird vor allem auf Basis des Leibrentenfaktors und dem Wert der Immobilie berechnet. Der Immobilienverkäufer profitiert von einer höheren Rente und behält das Wohnrecht, verliert jedoch die Immobilie. Der Verkäufer zahlt ein Haus in Raten ab, ohne sich zu verschulden, kann die Immobilie aber nicht sofort oder nur zum Teil nutzen.

 

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