Der Gedenkstein und die dazugehörige Mauer in der Moritzstraße befinden sich in einem beklagenswerten Zustand. Foto: Oliver Gehrig

WEISENAU – Dr. Friedrich Kirchhoff, der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Portland Cement Werke, hat Ende der 30er-Jahre die neuen Siedler aus der Arbeiterschaft der Zementfabrik in Weisenau durch den Einsatz erheblicher privater finanzieller Mittel wesentlich unterstützt. Das betont der Weisenauer Ortsbeirat, der sich jetzt in einem SPD-Antrag für die Aufwertung und Pflege des 1965 errichteten und erheblich in die Jahre gekommenen Gedenksteins in der Moritzstraße ausspricht. Dieses Denkmal sei mit der Zeit leider in Vergessenheit geraten und brauche dringend eine Beachtung und Aufwertung, heißt es im Antrag. Die beantragte Sanierung sei im Kontext mit dem neuen Bebauungsplan W106 zu sehen, der das Gebiet insgesamt schützen und in seinem Charakter erhalten soll (wir berichteten).

„Wenn man es historisch betrachtet, ist diese Siedlung ein Kleinod“, sagte SPD-Fraktionssprecher Tobias Hoffmann in der jüngsten Präsenz-Sitzung des Weisenauer Ortsbeirates in der Edelweiß-Scheuer. „Der Gedenkstein ist allerdings verdreckt und verwahrlost.“ Die dazugehörige Allee erfreue schon Generationen von Weisenauern. Sie sei ebenso wie der Gedenkstein und die bröckelnde Begrenzungsmauer aufzuwerten, in den ursprünglichen Zustand zu versetzen und künftig regelmäßig zu pflegen. Eine Bepflanzung vor dem Gedenkstein sollte ebenso regelmäßig erfolgen. Der SPD-Antrag an die Verwaltung wurde im Ortsbeirat einstimmig auf den Weg gebracht.

Das beantragte weitere Prozedere: Nach Beendigung der derzeit dort stattfindenden privaten Bauarbeiten soll die Begrenzungsmauer vollständig und in einem mit dem Rest der Mauer harmonierenden Zustand wieder hergestellt werden. Zudem soll ein Hundekotbeutel-Spender aufgestellt werden, um die Allee künftig besser vor Hundekot zu schützen.

 

Autor: Oliver Gehrig

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