Die Haltestelle „Bleichstraße“ soll im dritten Quartal 2023 barrierefrei umgebaut werden. Foto: Oliver Gehrig

WEISENAU – Die vom Weisenauer Ortsbeirat bereits im vergangenen Jahr beantragte barrierefreie Umgestaltung der beiden Bushaltestellen „Alter Friedhof B“ und „Bleichstraße“ in der Laubenheimer Straße braucht seine Zeit. Mit einer Realisierung der Barrierefreiheit an diesen beiden Haltestellen sei erst im dritten Quartal 2023 zu rechnen, informierte Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) jetzt den Ortsbeirat.

Verwaltungsinterne Abstimmungen zur Planung hätten bereits stattgefunden. Die Unterlagen für die Förderantragstellung beim Land und beim zuständigen Landesbetrieb Mobilität (LBM) würden demnächst vorbereitet. „Dabei ist zu beachten, dass dazu mehrere Haltestellenpositionen gebündelt als sogenannte Pakete eingereicht werden“, informierte Steinkrüger. „Die beiden Weisenauer Haltestellenpositionen sind Bestandteil des dritten Förderpaketes, das die Verkehrsverwaltung im dritten Quartal 2022 einzureichen plant.“ Das zeige, dass für den Stadtteil Weisenau mit hoher Priorität an der Umsetzung der Barrierefreiheit gearbeitet wird. Die Umsetzung erfolge dann im dritten Quartal 2023.

An weiteren vier Weisenauer Haltestellen erfolge zwar kein kompletter barrierefreier Umbau, aber es werde zumindest das taktile Blindenleitsystem hergestellt oder verbessert, so Steinkrüger. Die Verwaltung habe sich hier für die kostengünstige Variante der Strukturmarkierung entschieden. Es handele sich um die vier Haltestellen „Paul-Gerhard-Weg“, „Alter Friedhof A“, „Wormser Straße“ und „Volkspark“.

Der Weisenauer Ortsbeirat nahm die Nachricht mit gemischten Gefühlen entgegen. „Die Zeitschienen machen uns nicht wirklich glücklich“, sagte Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD). „Es ist sehr schade, dass es so lange dauert.“ Aber zumindest sei erfreulich, dass die vier nicht berücksichtigten Haltestellen wenigstens „barriereärmer“ gestaltet werden.

 

Autor: Oliver Gehrig

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