Der AK Umwelt hat wieder neue Bäume gepflanzt. Fotos: Gregor Starosczyk-Gerlach

MOMBACH – Wenn der Frühling kommt, rücken die Aktiven des 1993 gegründeten Arbeitskreises (AK) Umwelt Mombach an. Wie zuletzt, als sie mit Werkzeug, Geräten, zwei Säcken Erde, Holzstangen, fünf Bäumen im Gepäck und viel Engagement zu einer Baumpflanzaktion aufbrachen. Zielrichtung: Mombacher Oberfeld.

Das Nachpflanzen von Bäumen auf dem Gebiet, in dem es früher Obstplantagen gegeben hat, gehört zur Patenschaftsfürsorge, die der AK übernommen hat, erzählt Vorsitzender Jürgen Weidmann. „Wir kümmern uns gemeinsam mit anderen Partnern seit über 20 Jahren um den Biotopschutz und die Erhaltung der Naturschutzgebiete in und um Mombach.“ Dazu zählt der Mainzer Sand und – als ein Teil der europaweit einzigartigen Naturschutzfläche – eben das Mombacher Oberfeld.

„Früher haben Menschen hier neben Obst auch Gemüse angebaut“, erzählt Weidmann. Heute ist es der Lebensraum für viele gefährdete beziehungsweise vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten.

Am Ziel angekommen, dort wo die Karlsstraße das bebaute Mombach hinter sich lässt, ging das sechsköpfige Team, darunter freiwillige Helfer Hand in Hand ans Werk. Das erste Loch war bereits gegraben: einen Meter tief. Für die Wurzeln musste es ein wenig modelliert werden. Zwei Spaten gingen in Bewegung. „Wir stecken die Wurzel zum Schutz in ein metallenes Gitter“, erläuterte Weidmann. Baum rein, Erde und Wasser drüber. „Er steht etwas schief.“- „Die Natur gleicht das aus.“

Drei stützende Pfosten wurden zusätzlich in die Erde eingelassen und mit Holzlatten miteinander verbunden. Eine knappe Stunde dauerte die Prozedur, die an dem kühlen aber sonnigen Samstag noch fünfmal wiederholt werden sollte.

Eine Vielzahl unterschiedlicher Strukturen prägt das Areal, sagt Weidmann. Die Pflege, die der AK betreibt, diene der Erhaltung für kommenden Generationen. Sechs Menschen brauchten diesmal einen Vormittag für fünf Bäume. Die Mühe soll sich lohnen.

Viele Mombacher gehen im Oberfeld gerne spazieren. Kein Wunder, bietet das Oberfeld zu jeder Jahreszeit eine Naherholung in erquicklicher Dosis. Jetzt ist das naturnahe um fünf neue Bewohner reicher, die künftig Äpfel der Sorte Bohnapfel tragen sollten, und es ist nicht das Ende. Der AK versucht gemeinsam mit der Stadt den Anteil der gepflegten Flächen in den kommenden Jahren wesentlich zu erhöhen, berichtet der Vorsitzende.

 

Autor: Gregor Starosczyk-Gerlach

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Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.