Ortsvorsteherin Christin Sauer begrüßte Jörg Schollmayer neu im Ortsbeirat HaMü. Foto: Oliver Gehrig

HAMÜ – An sieben von ursprünglich acht avisierten Standorten in Hartenberg-Münchfeld sollen im Projekt „Besitzbare Stadt“ seniorengerechte Sitzbänke aufgestellt werden, unter anderem im Hartenbergpark und im Münchfeldpark. Das hatte die Verwaltung bereits im vergangenen Jahr zugesichert und als Termin den Herbst 2021 genannt. In der Januarsitzung des Ortsbeirates HaMü war das Projekt nun erneut Thema. „Aufgrund anderer notwendiger Arbeiten im Rahmen der Verkehrssicherheitspflicht konnten die Bänke leider nicht im Herbst 2021 aufgestellt werden“, bedauerte Gründezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) auf CDU-Anfrage. „Aktuell ist ein Baubeginn Anfang März avisiert“. Weitere Vorschläge könnten gerne durch Ortsvorsteherin Christin Sauer (Grüne) oder den Ortsbeirat unterbreitet werden. Die CDU zeigte sich mit dieser Antwort der Dezernentin nicht einverstanden und erinnerte an die Zeitverzögerung. „Mit dieser Antwort kann der Ortsbeirat nichts anfangen“, schimpfte Rudi Hube (CDU).

Die beantragte Sanierung des Alte-Ruhe-Weges ist derzeit nicht möglich, da die dafür benötigten Finanzmittel nicht im städtischen Haushalt vorgesehen seien, antwortete Janina Steinkrüger (Grüne) in ihrer Funktion als Verkehrsdezernentin dem Ortsbeirat auf SPD-Anfrage. „Der aktuelle Zustand ermöglicht eine Befahrbarkeit mit dem Fahrrad in angemessenem Tempo“, erläuterte Steinkrüger. Zudem gebe es alternative Wegeführungen. Über diese Antwort echauffierte sich Jürgen Zaufke (SPD), der an die langen Diskussionen um den Alte-Ruhe-Weg erinnerte. „Diese Antwort ist eine bodenlose Frechheit“, polterte er.

Zur Osteinunterführung teilte Verkehrsdezernentin Steinkrüger mit, dass diese zweimal wöchentlich sowohl händisch als auch maschinell gereinigt werde. „Zusätzlich wurden die Gehwege nach Abschluss der Bauarbeiten mit einem Hochdruck-Spülwagen gereinigt“, informierte Steinkrüger. Auch hierzu gab es böse Kommentare im Ortsbeirat. „Diese Antwort kann nicht stimmen“, behauptete Rudi Hube (CDU). „Das ist gelogen!“ Ortsvorsteherin Christin Sauer (Grüne) ermahnte Hube und Zaufke, künftig einen vernünftigen Ton im Ortsbeirat anzuschlagen und erinnerte an die Regeln der Gemeindeordnung.

Neu im Gremium begrüßte Ortsvorsteherin Sauer ihren Parteifreund Jörg Schollmayer (Grüne), der für Dr. Marcel Buus nachrückte.

 

Autor: Oliver Gehrig

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.