Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erhebungsstelle Beate Scheipers, Sarah Thiele, Lina Straßburger und Norbert Ding (v. li.) bereiten sich auf den bundesweiten Zensus vor. Foto: Kreisverwaltung/Dörte Gebhard

RHEINHESSEN – In diesem Jahr steht der bundesweite Zensus an. Das Ziel: mithilfe von anonymisiert erhobenen Daten, wie zum Beispiel der Einwohnerzahl des Kreises, eine Grundlage für amtliche Statistiken schaffen.

Rund 20.000 zufällig ausgewählte Mainz-Binger müssen dafür befragt werden. Dafür sucht der Landkreis noch Interviewerinnen und Interviewer – die sogenannten Erhebungsbeauftragten.

Um den Zensus durchführen zu können, braucht es zusätzlich zu den fünf festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Erhebungsstelle des Kreises rund 200 Interviewerinnen und Interviewer. Diese erhalten etwa 100 Anschriften, die ab dem 15. Mai zu Hause aufgesucht werden. Für die Befragungen werden sie ab März geschult, die Vorbereitungen in der Erhebungsstelle laufen hierzu auf Hochtouren.

Wer befragt wird, wird per Zufall entschieden. Wer in die Stichprobe fällt, sei per Gesetz zur Auskunft verpflichtet, erklärt Norbert Ding. Eine einzelne Befragung besteht grundsätzlich aus zwei Teilen: Im ersten Schritt ist festzustellen, ob die im Melderegister verzeichneten Personen auch tatsächlich existieren und an der jeweiligen Adresse wohnen. Im zweiten Schritt werden weitere Aspekte zu Ausbildung und Beruf oder der Staatsangehörigkeit abgefragt.

Eine Befragung dauere im Schnitt bis zu 15 Minuten, schätzt Norbert Ding. Für den zweiten Teil der Befragung besteht auch die Möglichkeit, die Fragen online zu beantworten. In diesem Fall erhalten die Befragten einen entsprechenden Zugangscode. Für alle Fragen gebe es auch Übersetzungshilfen – 14 Sprachen lägen bereits vor.

Im August sollen die Befragungen abgeschlossen sein, im Anschluss folgen Qualitätschecks und – sofern notwendig – Nachbefragungen. Mit ersten Ergebnissen rechnet das Team von Norbert Ding am Ende dieses Jahres. Neben der offiziellen Einwohnerzahl des Landkreises werden hierbei auch Gebäude- und Wohndaten gewonnen, die später unter anderem als Planungsgrundlage für kommunales Handeln dienen.

Wer Interesse an einer Tätigkeit als Erhebungsbeauftragte oder Erhebungsbeauftragter hat, kann sich an die Erhebungsstelle wenden. Erreichbar sind die Mitarbeiter der Zensus-Erhebungsstelle telefonisch unter der Nummer 06132/787-8000 und Zensus.Info@mainz-bingen.de.

 

Autor: red

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