Christoph Pfeifer, Felix Schmitt, Markus Hochhaus ( 1.Vorsitzender des Finther Bauernvereins), Markus Schmitt und Sven Schmitt (von links) kümmern sich um die Feldwege. Foto: Mandy Kramer

FINTHEN – Dass Landwirte des Stadtteils regelmäßig für die Erneuerung und Instandhaltung der Feldwege sorgen, wurde als Aktion des Finther Bauernvereines bereits vor rund sieben Jahren durch Initiator Sven Schmitt ins Leben gerufen. Seitdem haben die engagierten Landwirte bereits große Teile der Feldwege erneuert. 

Aufgrund von Abnutzungen sowie witterungsbedingten Schäden müssen die ländlichen Wege regelmäßig instandgesetzt werden. Da von Seiten der Stadt nur wenige Modernisierungsmaßnahmen stattfinden, haben es sich die Finther Obstbauern zur Aufgabe  gemacht, für die Instandhaltung zu sorgen. Dadurch sind den Landwirten in den letzten fünf Jahren insgesamt Kosten in Höhe von rund 80000 Euro entstanden.

Vor kurzem wurden Teile des Mainzer Höhenweges erneuert, indem die Bauern in zweitägiger Arbeit  das Bankett bearbeiteten. Im Frühjahr werden sie dort zudem eine Blühmischung für Insekten aussäen. Darüber hinaus erneuerten sie den Hauptverbindungsweg zwischen der Reitanlage und  dem Sportplatz in Finthen. Dafür wurde der Feldweg aufgerissen, Schotter eingebaut und anschließend komplett verdichtet. 

Bedauerlicherweise wissen viele Bürger das Engagement der Landwirte nicht zu schätzen. Obwohl etliche Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer die Wege nutzen und davon profitieren, begegnen viele den Landwirten mit Undankbarkeit. Teilweise bekommen die Bauern für ihre gemeinnützige Arbeit sogar ärgerliche Kommentare zu hören. Radfahrer steigen häufig nicht ab, wenn ihnen landwirtschaftliche Fahrzeuge entgegenkommen. 

Die großen Gefährte haben allerdings keine Möglichkeiten zum Ausweichen. Darüber hinaus könnte dies zu Transportschäden bei den empfindlichen Obstwaren führen. Zudem benutzen einige Passanten die Privatwege und hinterlassen achtlos Müll. Die bescheidenen Wünsche der Landwirte sind ein Appell an die Bürger: Mehr Rücksichtnahme und statt böse Blicke, vielleicht ein dankbares Lächeln

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