Nach langer Sanierungszeit erstrahlt die Rheingoldhalle außen wie innen im neuen Glanz. Foto: MAG/Alexander Sell

MAINZ – Sichtlich glücklich und zufrieden brachte es Bürgermeister Günter Beck auf den Punkt: „Die neue Rheingoldhalle steht, wie wir im Oktober angekündigt haben, rechtzeitig zum Jahreswechsel kurz vor der Fertigstellung. Auch wenn noch letzte handwerkliche Arbeiten vorgenommen werden, sieht man sofort, dass hier ein neues Mainzer Prunkstück entstanden ist.“

Das Highlight der frisch sanierten Rheingoldhalle ist vor allem der neue Kongress-Saal, der nicht nur die goldene Farb-Anmutung vom Faltdach-Mosaik aufgreift, sondern auch mit der markanten dreieckigen Dachform spielt, die sich in der goldenen Wandverkleidung wiederfindet.

Wenn man sich die sanierten Räumlichkeiten anschaut, lässt sich allenfalls erahnen, wie sehr die Planer, Architektinnen und Bauherren in den letzten Jahren in die Substanz der Rheingoldhalle eingreifen mussten. „Wir haben das gesamte Gebäude buchstäblich auf den Rohbau entkernt und neu aufgesetzt,“ so der MAG-Geschäftsführer Martin Dörnemann.

Räume wurden zusammengelegt, andere verlagert, Oberflächen umgestaltet, verschiedene Ebenen ausgeglichen, siebzehn riesige fast zwanzig Meter lange Bohrpfähle in das Erdreich zum Teil per Hand eingearbeitet, um die Statik des Gebäudes zu ertüchtigen. Mannshohe Lüftungskanäle mit enormem Querschnitt mussten im Baukörper in allen Ebenen nicht sichtbar untergebracht werden, um die Veranstaltungsräume samt Foyer mit frischer Luft – nachhaltig und möglichst klimafreundlich – zu versorgen.

Erschwerend kam in der Anfangsphase hinzu, dass es kaum technische Unterlagen über den Bau der Rheingoldhalle aus den 1960er Jahren gab. Was mit dem Rückbau der Rheingoldhalle im Jahre 2018 begann, entpuppte sich dann als ein Überraschungspaket und eine gewaltige architektonische Herausforderung, bei der am Ende kein Stein auf dem anderen blieb. Die umfangreichsten Veränderungen gab es auf der Ebene 0, wo sich die Räume der ehemaligen Spielbank befanden.

Herzstück der Rheingoldhalle ist der Kongress-Saal mit Eichenparkett, rund 3,50 Meter hohen Holzpanelen und goldener Wandverkleidung. Ein völlig neues Element im Rahmen der Sanierung ist die Rheingoldterrasse mit großzügiger Freitreppe.

 

Autor: red

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