Pfarrer Christian Kaschub. Foto: red

BODENHEIM/NACKENHEIM – Das erste komplette Corona-Jahr geht zu Ende. Das zweite Weihnachtsfest unter den Vorzeichen von Corona steht bevor. Dazu Pfarrer Christian Kaschub von der Pfarrgruppe Bodenheim-Nackenheim.

Herr Pfarrer Kaschub, wie haben Sie als Geistlicher das Jahr 2021, also das erste komplette Coronajahr erlebt?

CHRISTIAN KASCHUB: Das ist schwer zu sagen. Man gewöhnt sich an Corona und die entsprechenden Regeln. Nach einer Zeit im Sommer, die in Richtung „Normalität“ ging, warten nun noch einige harte Monate auf uns. Ich erlebe in dieser Zeit aber auch viel positives in unserer Pfarrgruppe. Ob die Jugendarbeit, Seniorennachmittage, die Katechese oder die Chöre – alle versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Das beeindruckt mich.

Wie bewerten Sie die Corona-bedingten Veränderungen in der Gesellschaft?

CHRISTIAN KASCHUB: Der Ton wird rauer in der Gesellschaft. Corona spaltet nicht, wie viele gerne behaupten, sondern macht die bereits vorher vorhandenen Unterschiede sichtbar. Das besorgt mich und sicher auch viele andere.

Wie kann der Glaube in solch einer Ausnahmesituation beitragen?

CHRISTIAN KASCHUB: Der gelebte und eingeübte Glaube gibt Halt und Orientierung. Das sagen mir immer wieder Menschen, die ich begleiten darf. In Zeiten, in denen es viel Unsicherheit und Vertrauensverlust gibt, ist ein solides Fundament wichtig – im Leben und im Glauben.

Wie wird in diesem Jahr Weihnachten in Ihrer Gemeinde aussehen? 

CHRISTIAN KASCHUB: Die Gottesdienstzeiten und -orte stehen zumindest fest. Unter welchen Bedingungen das möglich sein wird, muss sich in den nächsten Tagen erst noch zeigen. Schmerzen wird gerade an Weihnachten, dass der gemeinsame Gesang, der besonders zu diesem Fest einfach dazu gehört, kaum möglich sein wird nach heutigem Stand.

Wie werden Sie Weihnachten verbringen?

CHRISTIAN KASCHUB: Ich werde Weihnachten selbstverständlich hier in Bodenheim und Nackenheim feiern. Die Gottesdienste mit der Gemeinde stehen für mich im Zentrum des Weihnachtsfestes.

Teilen
Vorheriger ArtikelWelche Neuheiten gibt es in der Finanzwelt?
Nächster Artikel„Wir sehnen uns nach Normalität“
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“