Start Gesellschaft „Wir halten zusammen“

„Wir halten zusammen“

MARIENBORN – Das erste komplette Corona-Jahr geht zu Ende. Eine Ende der Pandemie ist weiterhin nicht in Sicht. Dazu und was in Marienborn abseits der Pandemie wichtig war und ist, ein Interview mit Ortsvorsteher Dr. Claudius Moseler.

Herr Ortsvorsteher, wie haben Sie das Jahr 2021, also das erste komplette Coronajahr erlebt?

CLAUDIUS MOSELER: Corona ist eine große Belastung für die Gesellschaft und es zeigt sich, dass es nicht einfach ist für Gesellschaft und Politik, die Grundrechte Gesundheit und Freiheit miteinander abzuwägen. Trotzdem meine ich, dass viele versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Mein Eindruck ist aber leider auch, dass wir bei möglichen schlimmeren Krisen noch größere Probleme hätten, damit umzugehen.

Wie bewerten Sie die Corona-bedingten Veränderungen in Ihrem Stadtteil?

CLAUDIUS MOSELER: Es fehlen intensive Begegnungen: der Seniorennachmittag, die Kerb, der Weihnachtsmarkt, die nun alle zum zweiten Mal ausgefallen sind. 2021 ist auch die Fastnachtskampagne der Brunnebutzer ausgefallen. Auch die Konzerte von Musikverein und Gesangverein fanden nicht statt. Der Sportbereich der TuS ist immer wieder eingeschränkt gewesen, auch für die Kinder und Jugendlichen. Das ist alles für das Engagement und die Finanzen der Vereine eine schwierige Lage. Trotzdem bin ich froh, dass wir in Marienborn zusammenhalten.

Was war das wichtigste, was in Marienborn im Jahr 2021 verwirklicht wurde?

CLAUDIUS MOSELER: Ich habe gemeinsam mit dem Naturschutzbund Mainz ein Wildbienenhotel in Marienborn aufgestellt. Weitere folgen. Am Haidenkeller neben der Lärmschutzwand wurden neben einer weiteren klassischen Sitzbank auch Gartenmöbel durch ehrenamtliche Kräfte aufgebaut. Hierzu sage ich noch einmal Danke. Auf dieser ungenutzten Grünfläche haben wir nun eine „Sitzecke“. Mit der Verkehrsverwaltung haben wir die Ausfahrt aus dem Neubaugebiet in Höhe der Wiesenstraße, ein Schulweg, mit einer mobilen Absperrung sicherer gestaltet, weil es hier zu einigen „Beinahe-Unfällen“ gekommen war. Dank der Firma Wohn konnten wir auf dem Aufzugsturm der Ortsverwaltung zudem das Marienborner Wappen anbringen, damit kommt hier markant etwas Farbe auf den Platz.

Was steht im Jahr 2022 als wichtigste Maßnahmen in Marienborn an?

CLAUDIUS MOSELER: Ich werde mit der Verwaltung noch einmal die Neugestaltung des Platzes vor der Ortsverwaltung und den Kirchplatz angehen. Hier muss u.a. die Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit für Fußgänger erhöht werden. Natürlich steht weiterhin das Thema Lärmschutz auf der Agenda. Dazu wird der gesamte Ortsbeirat weiterhin für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h zur Lärmminderung und für den Klimaschutz auf der A60 und A63 kämpfen. Darüber hinaus soll der Kunstrasenplatz auf dem Marienborner Sportplatz erneuert werden, er steht inzwischen auf der Prioritätenliste der Sportverwaltung. Es bleibt zu hoffen, dass durch die hohen Gewerbesteuereinnahmen (v.a. von Biontech) auch die Mainzer Stadtteile nachhaltig profitieren.

 

Autor: Ralph Keim

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“