Pfarrer Andreas Nose. Foto: red

GONSENHEIM – Das erste komplette Corona-Jahr geht zu Ende. Das zweite Weihnachtsfest unter den Vorzeichen von Corona steht bevor. Dazu Pfarrer Andreas Nose von der Evangelischen Kirchengemeinde Gonsenheim Ost.

Herr Pfarrer Nose, wie haben Sie als Geistlicher das Jahr 2021, also das erste komplette Coronajahr erlebt?

ANDREAS NOSE: Als eine große Anstrengung. Wegen der Verantwortung für die Gesundheit der Menschen in unserer Gemeinde und als manchmal gar nicht richtig greifbares Gefühl der Belastung.

Wie bewerten Sie die Corona-bedingten Veränderungen in der Gesellschaft?

ANDREAS NOSE: Ambivalent. Das sind zum einen viele gute Erfahrungen wie Nachbarschaftshilfe, gute Zusammenarbeit in angespannten Zeiten und Verständnis für Einschränkungen. Andererseits ist mit den Kontaktbeschränkungen viel „sozialer Kitt“ nicht mehr da. In unserer Gemeinde feiern wir einfach gern, trinken Kaffee nach dem Gottesdienst und kommen gern auch mal mit vielen Menschen zusammen.

Wie kann der Glaube in solch einer Ausnahmesituation beitragen?

ANDREAS NOSE: Das frage ich mich natürlich selbst auch. Ich denke, wer den Glauben als tragendes Fundament kennen gelernt hat, hält es aus, mit Spannungen und offenen Fragen zu leben. Schweigt Gott in der Pandemie oder redet er gerade besonders laut?

Wie wird in diesem Jahr Weihnachten in Ihrer Gemeinde aussehen?

ANDREAS NOSE: Ehrlich gesagt das wissen wir heute noch nicht. Wir versuchen, trotz Einschränkungen da zu sein und – auf welchen Kanälen auch immer –  dieses große und notwendige Fest zu feiern.

Wie werden Sie Weihnachten verbringen?

ANDREAS NOSE: Ich hoffe sehr, in der Kirche, im Gemeindehaus und bei meiner Familie – für mich eine Traumkombination!

 

Autor: Ralph Keim

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“