Der Klimaspaziergang der Bürgerinitiative MainzZero stieß auf großes Interesse. Foto: Mandy Kramer

LERCHENBERG – Die Bürgerinitiative MainzZero veranstaltete einen Klimaspaziergang in Lerchenberg, der auf reges Interesse stieß. Matthias Warken, einer der Initiatoren der Unterschriftenaktion von MainzZero, führte zu verschiedenen Stationen mit unterschiedlichen Themen.

Die Teilnehmer erfuhren, an welchen konkreten Stellen entlang des Weges städtische Politik klimarelevant ist und welche Auswirkungen sich aus Veränderungen ergeben können. Start war vor der städtischen Kindertagesstätte in der Regerstraße. Warken erläuterte, dass die Kita bis vor einem Jahr ausschließlich vegetarische Mahlzeiten anbot.

Ortsvorsteherin Sissi Westrich warf ein, dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung einen Fleischkonsum von maximal einmal pro Woche für Kitas empfiehlt. Weiter ging es zum Blockheizkraftwerkes, das mit Bioerdgas betrieben wird.

Anschließend äußerte sich Wirtschaftsingenieur Benjamin Kraff zu dem neuen Flächennutzungs-_sowie Bebauungsplan. Die Gestaltung öffentlicher Räume inklusive der Verkehrsentwicklung wurden genauer betrachtet. Verbesserungsbedarf gebe es z.B. hinsichtlich der Radinfrastruktur. „DasQuartier muss so gestaltet sein, dass Einkaufsmöglichkeiten gut erreichbar sind”, so Kraff.

Geplante Dach- und Fassadenbegrünungen im Bereich des Einkaufszentrums können laut Kraff bereits ab 20 Quadratmetern das Mikroklima verbessern und die Aufenthaltsqualität steigern. Damit die Stadt Mainz dem Ziel Klimaneutralität in Zukunft näherkommen kann, bedarf es „Stellschrauben auf kommunaler Ebene”, so Warken.

 

Autor: Mandy Kramer

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