Im unteren Teil der Jungenfeldstraße ist der Schulweg zwar eingezeichnet, aber viel zu schmal, um ihn sicher zu benutzen. Daher soll dort eine verkehrsberuhigte Zone eingerichtet werden, und Autos dürfen nur noch Schritttempo fahren. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

FINTHEN – In der Jungenfeldstraße zwischen den Straßen Am Obstmarkt und Veitstraße wird künftig Schrittgeschwindigkeit gelten. Der verkehrsberuhigte Bereich soll ermöglichen, dass Fußgänger auch die Fahrbahn nutzen können, da der Gehweg sehr schmal ist oder es nur ein Schrammbord gibt. Das Parken ist dort dann nur noch in gekennzeichneten Flächen zulässig.

Der Ortsbeirat hatte mehrfach kritisiert, dass Schulkinder in der Jungenfeldstraße wegen des schmalen Gehwegs gefährdet sind. Die Verkehrskommission hatte bei einem Vor-Ort-Termin die jetzt geplante Lösung vorgeschlagen. Nach Angaben von Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) wird die Beschilderung 500 Euro kosten.

Die Pläne, einen Rundwanderweg rund um Finthen anzulegen, sind einen Schritt weiter. Steinkrüger teilte dem Ortsbeirat weiterhin mit, die Verwaltung begrüße die Idee eines Finther Höhenwegs. Sonja Haug (Grüne) kündigte an, dass Anfang 2022 ein Treffen mit Vertretern des Alpenvereins und anderen Finther Vereinen geplant sei, um über das Projekt zu sprechen, Mitstreiter zu finden und auch Vorschläge für Routen zu machen.

Künftig sollen die Ortsbeiratsmitglieder ihre Sitzungsunterlagen von der Stadt nicht mehr ausgedruckt zu Verfügung bestellt bekommen, sondern nur noch in einem Online-System. Die Mitglieder müssen dann entweder in die Sitzung ein privates digitales Endgerät mitbringen, um die Unterlagen einzusehen, oder die Dokumente zuvor privat ausdrucken.

Volker Wittmer (Grüne) kritisierte diese Pläne: „Die Stadtverwaltung spart auf Kosten der Ehrenamtler in den Ortsbeiräten“, sagte er. Dies sei keine Digitalisierung, sondern die Arbeit werde externalisiert. Aus Respekt vor den Ortsbeiräten sollte zumindest gefragt werden, wer die Tischvorlagen weiterhin auf Papier möchte – nicht zuletzt der besseren Lesbarkeit wegen, die auf Smartphone und Tablet nur bedingt gegeben sei und weil nicht jeder über ein geeignetes Endgerät verfüge. Sonja Haug (Grüne) ergänzte, dass Stadtratsmitglieder von der Stadt Tablets für die digitalen Sitzungsunterlagen zur Verfügung gestellt bekommen.

Die Stadtteilmittel von 1450 Euro, die der Ortsbeirat in diesem Jahr zur Verfügung hat, gehen nach einstimmiger Entscheidung des Gremiums an den Kerbeverein, den Zug der Lebensfreude, die Jugendfeuerwehr, das Bobby-Car-Rennen, den TV Finthen, den FCV, den Bauernverein, den Adventsmarkt und den Verein Schöneres Finthen. Uwe Greiner (CDU) erläuterte, dass Vereine auch dann fixe Kosten haben, wenn ihre Veranstaltungen coronabedingt ausgefallen sind, etwa für Hallenmieten.

 

Autor: red

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