Der Ortsbeirat fordert eine neue Sporthalle für Finthen. Ein möglicher Standort könnte in der Lambertstraße sein – sobald das Schulgelände dort frei wird. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

FINTHEN – Finthen braucht eine Sporthalle – darüber sind sich alle Fraktionen im Ortsbeirat des Stadtteils seit vielen Jahren einig. Die Stadt habe diesen Wunsch auch in den Sportentwicklungsplan aufgenommen, allerdings einen Hallenbau immer wieder abgelehnt, mit Verweis auf fehlende Finanzmittel für ein solches Projekt, blickte Astrid Häfner (SPD) in der jüngsten Ortsbeiratssitzung zurück.

Nun verbessert sich bekanntermaßen die finanzielle Situation der Stadt dank hoher Gewerbesteuereinnahmen von Biontech, so dass der Ortsbeirat nun auf Antrag der SPD-Fraktion einen neuen Vorstoß auf den Weg gebracht hat. Einstimmig fordert das Gremium eine wettkampfgerechte Sporthalle für Finthen.

„Wir müssen uns jetzt melden, denn wir brauchen die Halle“, sagte Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD). Der Bedarf der Vereine an Hallenplatz sei groß, betonte Häfner, zumal beim Neubau der Peter-Härtling-Schule nur eine Zwei-Felder-Halle entstehen soll und die Zukunft der Sporthalle am Schulstandort Lambertstraße fraglich sei.

Vereine und Bürger müssten zum Kinderturnen und für viele andere Sportarten nach Gonsenheim, Mombach oder ins Umland ausweichen, die Vereine seien durch fehlenden Hallenplatz stark eingeschränkt, berichteten mehrere Ortsbeiratsmitglieder.

Claus Berndroth (Freie Wähler) wünscht sich, dass die Stadt zügig mit der Standortsuche und Planung beginnt.

Er könne sich als Standort  gut die alte Schule vorstellen, wo bereits eine Ein-Felder-Halle existiert, die durch eine neue Zwei-Felder-Halle ergänzt werden könnte. „Wir brauchen eine Halle für den Stadtteil, damit alle zu Fuß oder mit dem Rad zum Sport gehen können“, betonte auch Sonja Haug (Grüne).

Die vom Ortsbeirat gewünschte Wiederherstellung des Spielplatzes zwischen Ludwig-Schwamb-Straße und Uhlerbornstraße hat die Stadt in ihre Prioritätenliste aufgenommen, teilte Gründezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) mit. Es könne aber noch nicht zugesagt werden, wann dies möglich sei. Für alle 200 öffentlichen Spiel- und Bolzplätze im Stadtgebiet stehen jährlich insgesamt 160.000 Euro zur Verfügung, so dass nur jeweils acht bis zehn Projekte pro Haushaltsjahr möglich sind, die nach einer Prioritätenliste ausgewählt werden. Auf dieser Liste seien für Finten bereits sechs weitere Maßnahmen  verzeichnet, unter anderem auf den Spiel- oder Bolzplätzen im Sertoriusring, am Ladenzentrum Römerquelle und auf der Wasserwerkswiese.

 

Autor: red

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