Rainer Metzendorf hat das Buch herausgegeben. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Der Zweiten Weltkrieg hatte auch für Mainz verheerende Folgen. Der Großteil der Stadt war 1945, zum Ende des Krieges zum Großteil unwiederbringlich zerstört. Und wie in nahezu allen Städten Deutschlands begann direkt nach dem Krieg der Wiederaufbau, der sich allerdings über viele Jahre erstreckte. Die Ergebnisse waren freilich nicht selten umstritten.

Und wie ebenfalls in nahezu allen Städten in Deutschland wandelte sich auch das Gesicht  von Mainz zum Teil erheblich. Diese Epoche beleuchtet ein neues Buch, bei dem der Titel bereits alles sagt: „Mainz 1945-1970 – Die verkannte Epoche des Wiederaufbaus“.

Als Herausgeber fungiert im Auftrag des Stadthistorischen Museums Mainz Rainer Metzendorf, der das Buch im Beisein von OB Michael Ebling sowie Alfred Bullesbach vom Morisel Verlag in München und Peter Lautzas, Vorsitzender des Fördervereins des Stadthistorisches Museums, vorstellte.

Präsentieren das neue Buch „Mainz 1945-1970 – Die verkannte Epoche des Wiederaufbaus“ (v. li.): Peter Lautzas, Rainer Metzendorf, OB Michael Ebling und Alfred Bullesbach. Foto: Ralph Keim

Dabei waren sich alle einig, dass die Zeit des Neubeginns nach dem Zweiten Weltkrieg heute zurecht als die Bauepoche gilt, in der schnell und nicht zu aufwändig Gebäude gebaut werden mussten. Dabei habe es sich keineswegs um Provisorien oder billige Schlichtbauten gehandelt, sondern um einen oft bemerkenswerten architektonischen Neubeginn mit einer individuellen Formensprache.

Rainer Metzendorf nannte als eines der bekanntesten Beispiele das Mainzer Rathaus, das längst international zu einer architektonischen Ikone avanciert sei, was allerdings ausgerechnet in Mainz selbst wohl noch nicht angekommen sei. Ein solches Buch sei längst überfällig, führte Metzendorf weiter aus.

Mitgewirkt haben an dem Buch zehn Autoren – und zwar ehrenamtlich, wie der Herausgeber weiterhin betonte. Beleuchtet werden knapp 70 markante Nachkriegsgebäude, darunter auch die des Stadtteils Lerchenberg und selbstverständlich so bekannte Bauten wie die Stadtwerke-Zentrale, die Universitätsmedizin, das Gebäude der früheren Bausparkasse Mainz oder auch das Allianz-Haus und das Theater.

Entstanden ist ein 128-seitiges Buch mit insgesamt 170 Abbildungen sowie textlichen Erläuterungen. Erhältlich ist das Buch, das im Morisel Verlag erschienen ist. für 24,90 Euro.

 

Autor: Ralph Keim

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“