Kashwini Götz vor dem Dienstgebäude in Ingelheim, in dem sowohl das Jobcenter, als auch die Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen untergebracht sind. Foto © Kreisverwaltung Mainz-Bingen/David Reichert

LANDKREIS – Kashwini Götz arbeitet in einem Team, welches sich mit Bildung und Teilhabe beschäftigt.  Bei ihr handelt es sich um eine Personalie, über die sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisvolkshochschule (KVHS) Mainz-Bingen besonders gefreut haben. Denn Götz hat eine Bildungskarriere hinter sich, wie sie nur die KVHS möglich machen kann. Ein Weg, der vor Jahren noch unmöglich schien.

„Ich bin sehr dankbar, dass ich durch die flexiblen Angebote der KVHS die Tür geöffnet bekommen habe, um heute qualifiziert im Beruf stehen zu können“, sagt Kashwini Götz. An der KVHS habe es ihr sehr gut gefallen, da die Lehrerinnen und Lehrer nett und verständnisvoll gewesen seien. „Und die bunt gemischten Klassengemeinschaften aus allen Kulturen und Lebenslagen sind bis heute eine Bereicherung in meinem Leben“, so Götz.

Kashwini Götz war im Mai 2008 aus der Republik Fidschi nach Deutschland gekommen – ohne Sprachkenntnisse oder Schulabschluss. Ab 2008 besuchte sie Sprachkurse in der KVHS Mainz-Bingen. Nach und nach erreichte sie die Sprachniveaus B1 sowie B2, die sie auch durch die entsprechenden Prüfungen formal bestätigen konnte. Zur Festigung ihrer Sprachkenntnisse hat sie darüber hinaus an dem Projekt „fit für den Beruf“ teilgenommen. Das Berufsleben in Deutschland lernte sie in verschiedenen Praktika kennen. Dabei ging die alleinerziehende Mutter weiterhin arbeiten – als Servicekraft in der Gastronomie und in einer Autowäsche.

„Ich bewundere Kashwinis Mut und ihr Durchhaltevermögen. Nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung in der Kreisverwaltung arbeitet sie heute im Jobcenter und ist dort passenderweise Teil des Teams, das sich mit Bildung und Teilhabe beschäftigt“, betont die Leiterin der KVHS, Monika Nickels. 

Kashwini Götz ist ein Beispiel dafür, das Sprache und Ausbildung der Schlüssel zur Integration sind. Voraussetzung dafür sind eine zusammenhängende Sprachförderkette und Schulabschlussprojekte, die genügend Raum für die sprachliche Entwicklung bieten und mit einem Fächerkanon arbeiten, der auch eine schulische Weiterentwicklung ermöglicht. Diese Projekte sind insbesondere für Zugewanderte oft die erste Chance auf einen Schulabschluss und damit auch für die spätere Ausbildung.

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