Die Hauptstraße in Mombach hat ein neues Gesicht bekommen. Doch die Straßenausbaubeiträge belasten die Hausbesitzer im Stadtteil. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

MOMBACH – Der Ortsbeirat möchte in die Planungen zur Radroute Mainz-Bingen eingebunden werden. „Der Ortsbeirat sollte angehört werden und könnte Hinweise zur Wegeführung geben“, betonte Markus Wetter (Grüne). Die Pendlerroute Mainz-Bingen soll am Hauptbahnhof West enden und eine längere Strecke über Mombacher Gebiet führen.

Zusätzlich werden nach Angaben von Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) gerade acht touristische Themenradwege in Rheinhessen geplant, darunter die Mainz-Ingelheim-Runde über 53 Kilometer und der Rhein-Radweg von insgesamt 90 Kilometern. 29 Kilometer dieser Touristen-Radtouren entfallen laut Steinkrüger auf Mainzer Gebiet.

Rund 30000 Euro sind dabei für das radtouristische Projekt in Mombach vorgesehen, wie aus einer Auflistung der Stadtverwaltung hervorgeht, und zwar für die Ausschilderung und die Sanierung von Wegoberflächen. Weitere 20.000 Euro sollen in die Sanierung der Radstrecke im Bereich Gonsenheim fließen.

Vor dem Hintergrund dieser Radrouten-Projekte wünscht sich der Ortsbeirat Informationen zur Gesamtplanung der Radwegeführung – insbesondere rund um die Zu- und Abfahrten zur Autobahn A643, weil dort neben dem Autoverkehr auch Pendlerroute und touristische Radroute aufeinandertreffen.

Die Freien Wähler wollten von der Stadt eine Begründung, warum in der Neustadt und in Mombach von  Hauseigentümern unterschiedliche Prozentsätze bei den wiederkehrenden Straßenausbaubeiträgen verlangt werden – in der Neustadt 60 Prozent, in Mombach 65 Prozent. Der erhöhte Durchgangsverkehr, mit dem die Stadt die niedrigeren Beiträge für die Neustadt-Anwohner begründet, ist laut Mehler inzwischen auch in Mombach gegeben.

Der Durchgangsverkehr habe sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht, zuletzt erneut seit Wegfall der Hochstraße. Verkehrsdezernentin Steinkrüger (Grüne) sieht keine Veranlassung, die Berechnung des Gemeindeanteils zu überprüfen. Der Durchgangsverkehr im Stadtteil habe sich nur leicht erhöht und liege bei etwa 30 Prozent, wie die letzte Überprüfung 2020 ergeben habe, und die neue Straßenführung durch die Sperrung der Hochstraße führe lediglich 200 Meter über Mombacher Gebiet, teilte sie mit.

Daher sei der aktuelle Gemeindeanteil von 35 Prozent unter Einbeziehung Beurteilungsspielraumes für Mombach nicht zu beanstanden. Eine Herabstufung von jetzt 35 Prozent auf 30 Prozent, wie vom Landesrechnungshof angeregt, würde indes zu Mehrbelastungen für die Mombacher Hausbesitzer führen würde, teilte sie mit. „Ich erspare mir einen Kommentar zu dieser Antwort“, sagte Mehler.

 

Autor: red

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